Raesfeld

Bruder Thomas Bischop feiert Ordensjubiläum

Heute ist es 60 Jahre her, dass Bruder Thomas Bischop die Erste Profess in der Brüdergemeinschaft der Canisianer in Münster ablegte. Zum Ehrentag gratulierte auch Dr. Felix Genn, der Bischof von Münster.

Von Andreas Rentel / pd

05.05.2021

Bruder Thomas Bischop, gebürtiger Raesfelder, feiert heute sein Diamantenes Ordensjubiläum.

Bruder Thomas Bischop, gebürtiger Raesfelder, feiert heute sein Diamantenes Ordensjubiläum.

© pd

Gebürtiger Raesfelder lebt in Kevelaer

RAESFELD/KEVELAER Im Jahr 1937 in Raesfeld geboren und im Elternhaus an der Straße St. Sebastian aufgewachsen, sei der heute 84-jährige Ordensmann froh, seinen Lebensabend in Kevelaer verbringen zu können, teilt der Orden mit. „Das habe ich mir auch gewünscht. Schon in der Volksschule habe ich meine erste Radwallfahrt von Raesfeld nach Kevelaer gemacht. Ich lebe sehr gerne hier.“

Pfadfinderstamm gegründet

Der Entschluss, in die Gemeinschaft einzutreten, wurde durch deren Rektor geweckt. Dieser kam häufig zu Vorträgen nach Neuss, wo Bischop nach der Lehre als Großhandelskaufmann das Abendgymnasium Marianum besuchte. „Ein Vortrag von ihm hat mich begeistert. Ich interessierte mich besonders für die Jugendarbeit, die von den Canisianern sehr gepflegt wurde. Ich hatte selber einen Pfadfinderstamm gegründet.“

Nach Eintritt und Profess wirkte Bischop als Präfekt im Ludgerianum, einem Internat für Schüler in Münster, und als Leiter des pädagogischen Büros im Martini-Stift Appelhüsen, bevor er ab 1968 dann 16 Jahre lang als Erzieher im Internat des Collegium Augustianum Gaesdonck tätig war. Was dort geboten wird, sei einmalig, lobt er und nennt die Möglichkeiten, sich sportlich, musikalisch oder kulturell zu bilden. Mit vielen früheren Schülern habe er heute noch Kontakt, berichtet Bischop.

Leiter der Brüderschaft

1984 wurde er zum Leiter der Brüdergemeinschaft der Canisianer in Münster gewählt und war bis 2002 für diese verantwortlich. Zugleich war er Sprecher aller deutschen Brüder-Orden.

Danach ging er mit fast 70 Jahren ein Wagnis ein und wechselte für fünf Jahre nach Mexiko. „Mexiko war für mich die schönste Zeit“, schwärmt er. Für das Abenteuer lernte er Spanisch, um festzustellen, dass es bei den dortigen Dialekten nicht so viel half. Rund 5000 Dias hat er aus der Zeit und in Vorträgen über Land und Leute berichtet. Seit 2007 lebt er in Kevelaer und bringt sich – soweit möglich – mit den fünf Mitbrüdern in der Wallfahrts- und Pfarrseelsorge ein. Zum Ehrentag gratulierte auch Dr. Felix Genn, der Bischof von Münster.

Bruder Thomas Bischop feiert Ordensjubiläum

© pd

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