Amt will Klarheit über Riss eines Ponys
Der tödliche Riss eines Ponys im Bottroper Stadtteil Kirchhellen beschäftigt jetzt auch das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz. Die Behörde will Klarheit über den Vorfall schaffen.
Auf dieser Wiese in Kirchhellen wurde das Tier gehalten.
© Bosse
Proben auf Wiese genommen
ERLE/KIRCHHELLEN Das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (Lanuv) lässt den tödlichen Riss eines Shetland-Ponys untersuchen, zu dem es in der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober auf einer Weide in Kirchhellen gekommen ist (die BZ berichtete). Darauf weist die Landesbehörde auf ihrer Homepage hin.
Die Nachrichten-Bereitschaftszentrale des Lanuv sei nachts telefonisch über den Vorfall informiert worden. Die Wolfsfachleute des Amts hätten am folgenden Morgen Kontakt mit dem Tierhalter aufgenommen und mit einem Wolfsberater im Laufe des Vormittags die Situation am Ort des Geschehens dokumentiert. Das Tier zeigte Biss-Spuren unter anderem an der Kehle.
Proben an Institut geschickt
Auf der Wiese wurden Abstrichproben an dem Pony genommen, die beim Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen untersucht werden. Über die DNA-Spuren will das Amt feststellen lassen, welches Tier für den Riss verantwortlich ist, so die Behörde weiter.
Im Umfeld der Weide wurden zudem auf einem Maisacker Spuren von einem oder zwei Caniden, der biologische Oberbegriff für Wolf und Hund, festgestellt. Bei der Begutachtung und Bewertung der Spuren werden die Fachleute der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) mitarbeiten. Außerdem wurde das tote Pony zur Obduktion in das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münster gebracht, um weitere Erkenntnisse über die Todesursache zu gewinnen.
Aufbereitung wird Wochen dauern
Die Auswertung der einzelnen Spuren und Erkenntnisse soll nach Vorliegen der Ergebnisse der DNA-Analyse zu einem abschließenden Ergebnis zusammengeführt werden, heißt es weiter. Die Aufbereitung der Genprobe in einem Labor werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Für weitere Informationen zu dem Vorfall und die daraus folgende abschließende Bewertung müsse dieses Ergebnis abgewartet werden, so das Amt.
Weitere Informationen zum Thema Wolf, zu genetischen Nachweisen, den Wolfsgebieten in Nordrhein-Westfalen sowie den bisher erfolgten Wolfsnachweisen sind zu finden unter www.wolf.nrw