Als das Schloss zur Burg wurde
Die Sommerpause der Münzfreunde ist vorbei, und ein Vortrag über Medaillen-Prägungen in der Gemeinde ist Thema des ersten Treffens. Darauf weisen die Mitglieder in einer Mitteilung hin. Immerhin sind in Raesfeld zu mehreren Anlässen Medaillen heraus gegeben worden.
Günter Kirol gehört zu den Fachleuten der Raesfelder Münzfreunde.
© Jüttemeier
Raesfelder Münzfreunde laden zu Vortrag ein
RAESFELD Raesfeld wäre in der Münz-Literatur verzeichnet gewesen, wenn Ritter Johann von Raesfeld (1375 bis 1443) die Münzprägung begonnen hätte. Er habe das durch Kaiser Sigismund ermöglichte Privileg aber nicht genutzt, da er kein Geld für Material und Münzmeister hatte, so die Münzfreunde. Gezeigt werden an dem Vortragsabend Medaillen, die zu bestimmten Anlässen in Raesfeld in Umlauf kamen.
Partnerschaft gewürdigt
So die Gips-Medaille des Winterhilfswerkes von 1933 bis 1943, sie sollte das Schloss zeigen. Aber aus dem Schloss sei die Wasserburg Raesfeld geworden. Die Partnerschaft zwischen Wehl und Raesfeld wurde 1986 durch die Volksbank mit einer Medaille gewürdigt.
Zum 1100-jährigen Bestehen der Gemeinde im September 1989 gab es eine Sonderprägung. Volksbank und Sparkasse übernahmen die Verantwortung. Die Medaille kostete 832 Mark. Heute seien dafür rund 1100 Euro zu erzielen, erklären die Münzfreunde. Ihr Fazit: Ein recht guter Gewinn für den Besitzer. Ferner wurden zum Jubiläum Silbermedaillen verkauft. Diese können auch besichtigt werden. Auch die Femeiche in Erle ist auf einer Medaille dargestellt. Als interessante Ausgabe werten die Münzfreunde eine kleine Gold-Medaille mit der Abbildung der Kirche St. Martin und des Schlosses.
Achteckige Wertmarke
Wenig bekannt dürfte eine achteckige Wertmarke sein, so die Einschätzung der Sammler. Aus Messing geprägt, steht auf einer Seite „Das Restaurant im Schloß Raesfeld.“ Für Hinweise über weitere Ausgaben sind die Münzfreunde dankbar.
Der Vortrag beginnt am Dienstag, 30. August, um 18.30 Uhr in der Villa Becker, Weseler Straße in Raesfeld.
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