19 Corona-Fälle in der Gemeinde Raesfeld bestätigt
In der Gemeinde Raesfeld gibt es 19 bestätigte Fälle, dass sich Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Aktuell sind 40 Menschen – darunter Kontaktpersonen – in häuslicher Quarantäne. Die Infizierten seien Rückkehrer aus dem Skiurlaub, teilte die Gemeindeverwaltung mit.
Der Krisenstab: (v.l.): Markus Büsken, Michael Mels, Bürgermeister Andreas Grotendorst und Stefanie Bahde.
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Infizierte sind Skiurlauber
RAESFELD. In der Gemeinde Raesfeld gibt es 19 bestätigte Fälle, dass sich Personen mit dem Coronavirus infiziert haben. Aktuell seien 40 Menschen – darunter Kontaktpersonen – in häuslicher Quarantäne. Diese Zahlen haben Bürgermeister Andreas Grotendorst und Ordnungsamtsleiter Markus Büsken am Sonntag im Rathaus bei einem Pressegespräch genannt. Sie beide, Stefanie Bahde sowie Michael Mels gehören zu dem Krisenstab, der in der Gemeindeverwaltung wegen der Corona-Krise gebildet worden ist. Der Stab sei bewusst klein gehalten worden, um kurze Kommunikationswege zu halten, erklärt Grotendorst.
Erste Fälle am Donnerstag
„Am Donnerstagabend ging’s los“, sagt er über die Situation in Raesfeld. Innerhalb einer Stunde habe es die ersten drei Fälle gegeben. Bisher kämen alle Betroffenen aus dem Skiurlaub, ergänzt Büsken. „Die Leute verhalten sich vorbildlich“, lobt er die Urlauber. Sie hätten sich von sich aus in Raesfelder Ferienwohnungen in Quarantäne begeben und seien vorher nicht nach Hause gefahren. Dadurch sei der Personenkreis „relativ gut eingrenzbar“, so Büsken.
Er betont, dass die Gemeinde die fachärztlichen Empfehlungen des Kreisgesundheitsamtes umsetze. Er betont: „Wir geben keine fachärztliche Stellungnahme ab.“ Derzeit sei der Krisenstab nicht ständig im Rathaus, sondern arbeite quasi auf Abruf. Grotendorst: Die Frequenz der Entscheidungen im Rathaus sei deutlich höher als sonst.
Stefanie Bahde ruft die unter Quarantäne stehenden Personen täglich an und fragt nach deren Gesundheitszustand und Körpertemperatur. Sie seien für diesen Kontakt dankbar, betont Bahde. „Für die Betroffenen ist das ganz wichtig.“ Die Corona-Tests seien zentral vom Roten Kreuz abgenommen worden, erklärt Grotendorst. Das Gesundheitsamt frage auch nach möglichen Kontaktpersonen.
Schüler vorbereiten
In einem nächsten Schritt ist die Gemeinde dabei, das Verschicken von Unterrichtsmaterial an die Grundschüler vorzubereiten, wenn der Unterricht ab heute ausfällt. Zudem gehe es darum, eine Notfallplanung für die Kitas zu finden, so der Bürgermeister.
Er hätte es noch am Donnerstag nicht für möglich gehalten, dass die Kirchen geschlossen werden, sagt Grotendorst über die Dynamik der Entwicklung. Am heutigen Montag treffen sich die 17 Bürgermeister im Kreis Borken mit Landrat Dr. Kai Zwicker, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
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