Aufbau der Bühne am Schloss Raesfeld
Damit die Höhner, Storno und Justus Frantz bei der Musiklandschaft Westfalen im Schatten des Raesfelder Schloss auftreten können, muss erstmal die Bühne stehen. Und damit die Bühne steht, muss Peter Weigel organisieren. Ortsbesuch beim Aufbau-Spezialisten.
Peter Weigel organisiert den Auf- und Abbau der Bühne am Schloss für die Reihe Musiklandschaft Westfalen. Er freut sich, dass er nach einer langen Corona-Zwangspause wieder bei einer Veranstaltung anpacken darf.
© Werschkull
Reihe Musiklandschaft Westfalen
RAESFELD. Als eine Lampe an der Bühne am Schloss aufleuchtet, strahlen auch die Augen von Peter Weigel sofort. „Da brennt ja schon was“, sagt er zufrieden. Weigel ist mit seiner Firma verantwortlich dafür, dass die Bühne rechtzeitig steht, wenn die Reihe Musiklandschaft Westfalen am Donnerstagabend mit dem Auftritt von Justus Frantz und der Festivalphilharmonie Westfalen startet. Bis Sonntagabend wird die Bühne noch den Höhnern samt Orchester und dem Kabarett-Trio Storno dienen.
Arbeit für Muskeln und Gehör
Doch bevor Künstler und Publikum kommen dürfen, gibt es für Weigel und neun weitere Arbeiter einiges zu tun. Dazu gehören körperlich anstrengende Tätigkeiten, etwa den Unterbau der Bühne zusammenzusetzen, damit die Höhenunterschiede des Bodens ausgeglichen werden. Anderseits gibt es auch Aufgaben für Gehirn und Gehör, wie Weigel schildert.
„Bei einem Orchester haben wir knapp 60 Audio-Kanäle“, erklärt er. Bei anderen Konzerten reichten mitunter ein Zehntel davon. Und insbesondere die Auftritte der „Höhner Philharmonics“ verlangten der Tontechnik einiges ab. „Am Ende muss der Zuhörer ja Band und Orchester gleichermaßen hören“, betont Peter Weigel. Beim Soundcheck müsse alles so abgestimmt werden, dass niemand übertönt werde. Um die Qualität der Musiker sorgt sich Weigel nicht. „Das ist ein geiles Orchester“, lautet sein Fazit nach der letzten Probe.
Neuer Standort für die Bühne
Nicht nur für den Ton ist Weigel verantwortlich – auch für das Licht. Dutzende Leuchten haben er und seine Mitarbeiter bis Mittwochmittag schon installiert. Später soll noch die Beleuchtung der umliegenden Gebäude dazu kommen. Eine Nebelmaschine gibt es nicht: „Klassik-Musiker mögen keinen Nebel“, erklärt Weigel, während zwei seiner Kollegen auf der Bühne ein Kabel überprüfen.
In einiger Entfernung zum Bühnenbau stehen Dirk und Maximilian Klapsing von der Musiklandschaft Westfalen und sprechen über das Wegekonzept. Die Wege verlaufen in diesem Jahr anders, weil die Bühne an anderer Stelle steht. „Die Sonne hat sonst den Musikern prall ins Gesicht geschienen“, erklärt Dirk Klapsing, der an die Besucher appelliert, dass sie bereits negativ auf das Coronavirus getestet zu den Veranstaltungen kommen. Wer ohne Testergebnis komme, könne sich indes auch vor Ort testen lassen.
Wenn am Sonntag die letzten Zuschauer auf dem Heimweg sind, beginnt Weigel mit dem Abbau der über 150 Quadratmeter großen Bühne. „Montagabend ist der Platz wieder leer“, versichert er.
Für einige Veranstaltungen kann es kurzfristig Einzelkarten aus Rückläufern geben. Diese Karten sind ausschließlich auf der Internetseite der Musiklandschaft Westfalen erhältlich.
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