Heiden

CDU Heiden möchte Politik transparent machen

Von Digitalisierung bis Mobilität, von Schule bis Gewerbeflächen: Es gibt viele Themen, mit denen sich die CDU-Fraktion Heiden in der kommenden Ratsperiode beschäftigen wird. Wo für die Partei die Schwerpunkte liegen und welche Ziele sie für Heiden hat, das haben Berta Hendriks und Markus Gesing im Gespräch mit der Borkener Zeitung erklärt.

Von Gabi Kowalczik

08.09.2020

Berta Hendriks und Markus Gesing von der CDU freuen sich, wenn Heidener Bürger sich einbringen

Berta Hendriks und Markus Gesing von der CDU freuen sich, wenn Heidener Bürger sich einbringen

© Gabi Kowalczik

Ziele für die kommende Ratsperiode

HEIDEN. Politik im Hinterzimmer – das sei nicht ihr Ding. Das sagen Berta Hendriks, die Vorsitzende des Heidener CDU-Gemeindeverbandes, und der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Gesing übereinstimmend. „Im Gegenteil“, so Gesing, „wir freuen uns immer über das Interesse von Bürgern.“ Sei es bei den öffentlichen Fraktionssitzungen, bei Ausschuss- und Ratssitzungen oder anderen Gelegenheiten. Es sei gut, wenn sich Heidener einbringen und sich gemeinsam mit den Politikern vor Ort für die Entwicklung der Kommune einsetzen. Ein wichtiges Anliegen der CDU für die kommende Ratsperiode sei es deshalb, sich für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung einzusetzen.

Ansprechpartner für Vereine

Konkrete Ideen dazu, wie das funktionieren könnte, hat die CDU auch. Angedacht sind beispielsweise die Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlamentes, offene Wanderungen, bei denen über Themen gesprochen werden kann oder ein Vereins-Forum.

Apropos Vereine: Für diese möchte die CDU gern einen Ansprechpartner im Rathaus einführen. „Einen festen Mitarbeiter bei der Gemeinde, der den Vereinen bei Fragen und Anliegen zur Seite steht“, erklärt Berta Hendriks. Sei es bei Fragen rund um neue Verordnungen wie zuletzt die Datenschutzverordnung, bei Buchführung oder auch im Hinblick auf das Akquirieren von Fördergeldern. Heiden habe ein reges Vereinsleben, ergänzt Markus Gesing. Das solle möglichst erhalten bleiben, denn „das sorgt für ein gutes Miteinander und damit für Lebensqualität.“ Es sei alles andere als selbstverständlich, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren, sagt Berta Hendriks. Es sei wichtig, diese Menschen zu unterstützen.

Ein weiteres „Top-Thema“ für die kommenden Jahre seien Kinder und Jugendliche, so Hendriks weiter. Heiden habe zwar keine weiterführende Schule mehr, mit der Marienschule aber einen wichtigen Bildungsträger mit tollen Angeboten. „Es ist wichtig, die Marienschule passend auszustatten, vor allem im Hinblick auf Digitalisierung“, betont die Gemeindeverbandsvorsitzende. Auch in notwendige Kita-Neubauten sowie Vereins- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche müsse die Gemeinde investieren.

Gewerbeflächen müssen nach Bedarf und „mit Augenmaß“ geschaffen werden, sagt Markus Gesing. Gewerbe schaffe Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze sowie Einnahmen für die Gemeinde durch Gewerbesteuern. „Hierdurch lassen sich das Spaßbad, das Haus der Begegnung, Übermittagbetreuung und Offener Ganztag, die Unterstützung von Vereinen und der Bücherei erst finanzieren.“ Perspektivisch solle aber auch Bauland vorgehalten werden. „Es ist einfach schade, wenn Familien, die bauen wollen, aus Heiden weggehen und in Nachbarorte ziehen, weil sie hier nichts finden“, so Gesing weiter.

Heiden-App mit Infos aus der Gemeinde

Die aktuelle Zeit sei eine Zeit des Umdenkens, ist Berta Hendriks überzeugt. Aspekte wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz müssten bei allen Themen und Entscheidungen mehr mit in den Blick genommen werden. Etwa auch beim Thema Mobilität. „Wieso sollten Konzepte wie Car-Sharing nur etwas für große Städte sein?“, fragt Hendriks. Sie könne sich so etwas auch gut für eine ländliche Kommune wie Heiden vorstellen. Dafür möchte die CDU die Rahmenbedingungen schaffen. Ein gut ausgebautes Radwegenetz, den Erhalt und die Instandsetzung von Wirtschaftswegen sowie den Ausbau von E-Ladestellen hält der Gemeindeverband ebenso für wichtig.

Im Hinblick auf Digitalisierung wünscht sich die CDU eine Heiden-App mit allen Infos aus der Gemeinde.

CDU Heiden möchte Politik transparent machen

© Gabi Kowalczik

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