Was die CDU in Borken für die nächsten fünf Jahre verspricht
Was planen die Parteien für die kommenden fünf Jahre? Was davon ist besonders teuer, was besonders schwierig umzusetzen, was ist ohnehin schon Konsens? In einer kleinen Reihe wirft die Borkener Zeitung einen Blick auf die Wahlprogramme für die Wahl zum Stadtrat. Den Anfang macht die CDU.
Fünf Wahlprogramme hat die CDU aufgelegt, eins davon für die Kernstadt Borken.
© Sven Kauffelt
BORKEN. Die Union hat das umfangreichste Wahlprogramm und gliedert es nach Ortsteilen. Eine Reihe von Punkten finden sich in den allen fünf Programmen: Verbesserung des öffentlichen WLAN zum Beispiel, auch die Vereine sollen überall unterstützt werden. Bei einem flächendeckenden Vorhaben nimmt die CDU die Stadtwerke offenbar gleich mit in die Pflicht: die Zahl der E-Ladesäulen soll ausgebaut werden. Die baut bisher aber nicht die Kommune, sondern der örtliche Energieversorger.
Die Schwerpunkte in den Ortsteilen:
BORKEN
Das könnte teuer werden:
Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Gelsenkirchener Straße, Hansestraße, Neue Kämpe
Änderung der Ein- und Ausfahrt Vennehof
Neubau / Modernisierung der Schulen
Sanierung Kindergärten
Weiterentwicklung und Ausweisung von Gewerbeflächen
Parkraumerweiterung in der Innenstadt
Das ist schon Konsens in der Politik:
Fortschreibung des Radwegekonzeptes
Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt
Weitere Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie während und nach der Corona-Pandemie
Barrierefreie Zugänge (Beispiel Parkplatz am Holkensturm)
Und sonst noch:
Entschärfung Parkplatzsituation in Wohnquartieren
Echtzeit-App zum Schulbusverkehr
Baulückenkataster – Flächenentwicklung
Förderung von Mehrgenerationenwohnen
WESTLICHE ORTSTEILE
Das könnte teuer werden:
Erhalt und Förderung der Sporthalle Grütlohn
Erhalt des Gemeindezentrums Westenborken
Instandsetzung der Toilettenanlagen der Engelrading-Grundschule
Das ist schon Konsens in der Politik:
Neues Baugebiet in Marbeck
Neue Kindergarten in Marbeck
Neuer Rasenplatz für den FC Marbeck
(alles Punkte aus dem DIEK für Marbeck)
Weitere Instandsetzung der Wirtschaftswege
Weiterer Ausbau des Radverkehrs
GEMEN
Das könnte teuer werden:
Neue Wohn- und Gewerbeflächen, insbesondere ein ökologisches Baugebiet jenseits der Ahauser Straße
Neugestaltung der „Freiheit“, inklusive des Parkplatzes
Sanierung der Cordulaschule mit Bau eines multi-funktionalen Raums
Das ist schon Konsens in der Politik:
Weiterentwicklung des Hochwasserschutzes
Umsetzung des Radwegekonzeptes
Weitere Instandsetzung von Wirtschaftswegen
Bau des Regenrückhaltebeckens am Kalverkamp
Und sonst noch:
Neu- und Umgestaltung des Parkplatzes an der Cordulaschule
Schließung von Baulücken, weil über 100 bebaubare Grundstücke direkt bebaut werden könnten
Verschönerung des Ortsbildes, insbesondere Holzplatz, Bleiche an der Aa und Klostergarten
WESEKE
Das könnte teuer werden:
Neue Wohn- und Gewerbeflächen
Glasfaserausbau für die „weißen Flecken“ in Weseke mit Förderung
Das ist schon Konsens in der Politik:
Wirtschaftswege erhalten und verbessern
Ausbau von Radwegen und Fahrradstraßen
Und sonst noch:
Belebung von Gaststätten, Fremdenverkehr und Einzelhandel
Schließung von Baulücken
Erhaltung der Schullandschaft
Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen
Ortsbild verbessern
Wirtschaftsförderung und Schaffung neuer Arbeitsplätze
BURLO/BORKENWIRTHE
Das könnte teuer werden:
Ausweisung eines neuen Baugebietes
Weiterer Glasfaserausbau in den „weißen“ Flecken im Außenbereich
Das ist schon Konsens in der Politik:
Ausweitung der ÖPNV-Taktung und Anbindung an die geplante Schnellbuslinie von Gronau nach Bocholt
Umsetzung der erarbeiteten Konzepte zur Gestaltung der „Neuen Mitte Burlo“
Konzept zur Nutzung des Klostersees Burlo
Erhalt und Sicherung des Pfarrgemeindezentrums
Ausweitung des Radwegenetzes
Und sonst noch:
Schließung Baulücken
Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen für Gastronomie
Erhalt und Wiedereröffnung der Klosterpforte Burlo
vorhandene Gewerbeflächen „füllen“, Einzelhandel und Gewerbetreibende stärken
Arbeitsplätze schaffen und erhalten
Aufwertung der Borkener Straße und des Ortsbildes
Was auffällt:
Die CDU hat Flyer für jeden Ortsteil erstellt. Darin führt sie auch sämtliche Projekte an, die in den vergangenen fünf Jahren umgesetzt oder begonnen wurden. So suggeriert sie, sämtliche Bau- und Planungsvorhaben selbst angestoßen und umgesetzt zu haben – vom Glasfaserausbau in Gemen über die Neugestaltung des Farb bis zur Errichtung des Heimathauses in Burlo.

© Sven Kauffelt