Borken

Stadt und Imker rufen auf, Hornissennester zu melden

Gemeinsam rufen die Stadt Borken und der Imkerverein Borken-Heiden die Bevölkerung auf, Sichtungen von Nestern der Asiatischen Hornisse zu melden. Die Invasive Art vertilgt besonders gerne Honigbienen.

Von Borkener Zeitung

14.07.2026

Stadt und Imker rufen auf, Hornissennester zu melden

© Axel Heimken/dpa

BORKEN. Die Stadt Borken engagiert sich seit Anfang dieses Jahres beim Label-Verfahren „StadtGrün naturnah“. Im Rahmen einer Sitzung der begleitenden Arbeitsgruppe wurde unter anderem gemeinsam mit dem Imkervereins Borken-Heiden über das zunehmende Auftreten der Asiatischen Hornisse im Stadtgebiet beraten. Seit drei Jahren steige die Zahl der nachgewiesenen Nester auch in Borken und Umgebung an, teilt die Stadt mit. Gemeinsam rufen Stadt und der Imkerverein die Bevölkerung auf, Sichtungen von Nestern der invasiven Art zu melden.

Jedes Hornissenvolk vertilge jährlich durchschnittlich rund elf Kilogramm Insektenmasse aus mehr als 1400 verschiedenen Arten. Zu ihrer bevorzugten Beute gehörten Honigbienen. Für Menschen stellt die Asiatische Hornisse als Einzeltier keine größere Gefahr dar als heimische Wespen- oder Hornissenarten. Wie bei allen stechenden Insekten können Stiche jedoch insbesondere für Allergiker gesundheitliche Risiken bergen. In unmittelbarer Nestnähe verteidigen die Hornissen ihr Nest aggressiv.

Sichtung mit Foto dokumentieren

Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner und schlanker als die heimische Europäische Hornisse. Charakteristisch ist ihr überwiegend dunkler Körper, die auffällig gelben Beinenden sowie orangefarbene Binden am Hinterleib. Die Tiere werden etwa 1,5 bis 3 Zentimeter groß. Da Verwechslungen mit anderen Insekten, wie der heimischen Europäischen Hornisse, möglich sind, sollten Sichtungen möglichst mit einem Foto dokumentiert werden.

Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, wird gebeten, den Fund möglichst mit einem Foto sowie einer möglichst genauen Ortsangabe an den Imkerverein Borken-Heiden zu melden. Auf der Internetseite imkerverein-borken-heiden.de steht hierfür ein Kontaktformular zur Verfügung.

Die Stadt Borken und der Imkerverein Borken-Heiden bitten darum, beim Auffinden eines Nestes einen Sicherheitsabstand von mindestens drei bis vier Metern einzuhalten. Erschütterungen und Vibrationen in Nestnähe sollten vermieden werden. Von einem eigenständigen Entfernen oder Beschädigen der Nester ist unbedingt abzusehen. Die Beseitigung erfolgt ausschließlich durch geschulte Fachkräfte in Spezialkleidung.

Stadt und Imker rufen auf, Hornissennester zu melden

© Axel Heimken/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Borken

zur Merkliste

Marbecker gehörte erstem Landtag nach dem Krieg an

Als 1947 eine Schwester geboren wurde, ließ Clemens von Boeselager die Taufpatin nicht abwarten: Der Landtag rief. Als Wahl-Marbecker gehörte er dem ersten nordrhein-westfälischen Landtag nach dem Krieg an. Sein Sohn Georg kennt diese Familiengeschichte – doch über die politische Arbeit seines Vaters weiß er kaum etwas.

Borken

zur Merkliste

Bürokratie-Abbau im Bermuda-Dreieck

Bürokratie-Abbau ist in aller Munde. In der Praxis stößt der so oft gewünschte Verzicht auf behördliche Formalitäten schnell an seine Grenzen. Wie ein aktuelles Beispiel aus Borken zeigt. Die Wiederholung einer Planverfahren-Etappe wird kommentiert von BZ-Redakteur Peter Berger