Stadt Borken sperrt Goldstraße wegen Demos
Das Ordnungsamt der Stadt Borken hat gegenüber Eigentümern und Einzelhändlern angekündigt, die Goldstraße am Dienstag, 1. September, in der Zeit von 17 bis 21 Uhr komplett zu sperren. Grund sind die angekündigten Demonstrationen im Umfeld eines geplanten AfD-Wahlkampfabends in der Stadthalle. Außerdem wird das oberste Stockwerk des Parkhauses Vennehof in der Zeit von 13 bis 22 Uhr gesperrt.
Beatrice Storch soll am Dienstag nach Borken kommen. Drei Kundgebungen soll es parallel zur Veranstaltung geben.
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BORKEN. Drei Kundgebungen sind im Umfeld des Wahlkampf-Abends angemeldet worden: Eine von einem Vorstandsmitglied der Kreis-AfD und zwei Gegen-Kundgebungen. Die eine ist von der CDU initiiert, die andere von SPD-Mitgliedern um das Ehepaar Engelhardt.
„Unser Ziel ist, möglichst friedliche Kundgebungen zu erleben“, sagt der Erste Beigeordnete der Stadt Borken Norbert Nießing. „Dafür haben wir uns gut vorbereitet und auch alle möglichen Szenarien durchgespielt. Wir sorgen mit der Polizei ausreichend vor, dass es gar nicht erst zu einem Aufeinandertreffen kommt.“
Polizei macht keine Angabe zu Einsatzkräften
Mit wie vielen Beamten die Polizei vor Ort sein wird, verrät deren Sprecher Frank Rentmeister im Vorfeld nicht. Neben den Kräften aus dem Kreis würden aber auch „Teilkräfte einer Einsatzhundertschaft zur Unterstützung kommen“, sagt er. Die Zahl dieser Beamten nennt die Polizei ebenfalls nicht.
Picknick auf dem Marktplatz
Michael Engelhardt, Mit-Initiator der Demonstration „Borken bleibt bunt“, die für 300 Teilnehmer angemeldet wurde, sagt: „Für uns ist das Wichtigste, dass es friedlich bleibt.“ Die Kundgebung werde sich auf den Marktplatz beschränken, dort habe man vor, sich ab 18 Uhr „zu einer Art Picknick“ zu treffen. Die Teilnehmer können am Rathaus parken, während für die Teilnehmer des AfD-Abends die oberste Etage des Vennehof-Parkhauses freigehalten wird, wie Nießing ankündigt. So werde schon bei der Anreise verhindert, dass sich beide Seiten begegnen.
Mitglieder der SPD-Ratsfraktion werde man sowohl bei dieser Demo als auch beim Marsch des Stadtrates antreffen, sagt der Fraktionsvorsitzende Kurt Kindermann. „Es entscheidet jeder selbst, wo er mitläuft“, sagt er. Wichtig ist aus seiner Sicht, dass man „Flagge zeigt“. Die Ratsmitglieder wollen vom Rathaus zur St.-Remigius-Kirche gehen.
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