Remigianer gewinnen ersten Platz bei Pädagogik-Olympiade
Ein Brettspiel, das die Paukerei für Erziehungswissenschaften (EW) einfacher macht? Gerade während des Abiturs müssen sich Schüler sehr viele theoretische Modelle merken und sie dann auch noch verstehen. Um dies leichter zu gestalten, kam der EW-Leistungskurs von Andrea Landsknecht vom Gymnasium Remigianum auf eine originelle Idee: Das Brettspiel „Hurrel Murrel. Die Jury der ersten Pädagogik-Olympiade war begeistert.
Die Schüler des Leistungskurs haben das Spiel „Hurrel Murrel“ zusammen entwickelt.
© Brock
BORKEN. Die Schüler haben mit ihrem selbst konzipierten Brettspiel damit den ersten Platz in der Kategorie „Spiel und Gaming“ bei der Olympiade in Bielefeld abgeräumt. Die Jury in Bielefeld, die aus Experten aus der Wissenschaft, Medien und Praxis bestand, betont dabei, dass das entworfene Spiel „kreativ und lebendig“ sei und, dass es das „theoretische Modell der produktiven Realitätsverarbeitung“ von Professor Hurrelmann gut umsetze. Dieser war auch in der Jury und ist unter den EW-Schülern und Lehrerin kein Unbekannter, da die Schüler seine Theorien und Texte im Unterricht behandelt haben. „Es war total spannend, weil ganz hochkarätige Professoren wie Professor Hurrelmann, auftraten“, erzählt die Lehrerin begeistert über die Preisverleihung, die am 9. Februar in Bielefeld stattfand. Eingesendet habe man das Spiel im Januar 2024 nachdem man insgesamt anderthalb Jahre daran gearbeitet habe. Für die BZ haben die Schüler ihre Idee in einem Video vorgestellt.
So funktioniert das Spiel „Hurrel Murrel“
Wieso hat man aber an diesem Wettbewerb überhaupt teilgenommen? „Unsere Leistungskurs Lehrerin Frau Landsknecht hat uns vorgeschlagen an der Pädagogik Olympiade teilzunehmen und wir fanden die Idee cool, da wir dadurch Pädagogik etwas kreativer umsetzen konnten“, erzählt Schülerin Luisa Schlottbohm. Außerschulisch war die Teilnahme an der Olympiade aber nicht. „Die Erarbeitung des Spiels hat auch während des Unterrichts stattgefunden und ist auch komplett im Unterricht verankert“, erzählt Andrea Landsknecht. Inhalte, die in diesem Spiel aufgegriffen werden sind auch Teil des Zentralabiturs, so die EW-Lehrerin.
Gesellschaftsspiel soll in Produktion gehen
Auch Sozialisationsforscher Professor Ulrich Bauer, der Teil der Jury gewesen ist und die Remigianer in Borken besuchen wird, habe das Spiel mehr als überzeugt. „Der würde das sehr gerne beim Beltz Verlag in Produktion geben, da es pädagogisch wertvoll ist“, erzählt die stolze Lehrerin.

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