Psychosoziale Gesprächsreihe „Red-Seelig“ lädt zum Austausch ein
Der Sozialpsychiatrische Verbund und Dienst laden am 15. Oktober, zur Veranstaltungsreihe „Red-Seelig“ ins Farb ein. Von 18 bis 20 Uhr geht es um Unterstützung von psychisch kranken Betroffenen, eigene Grenzen und Abgrenzung sowie den offenen Austausch zwischen allen Beteiligten mit Fachkräften.
Freuen sich auf eine rege Teilnahme an der Veranstaltung „Red-Seelig“: (v. l.) Ulrike Wendholt (Kreis Borken), Jelena Borgers (Kreis Borken), Lukas Schröer (Kreis Borken) und Susanne Wolter (Caritasverband Borken).
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BORKEN. „Wie gelingt die Balance zwischen Unterstützung und Abgrenzung?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die Veranstaltungsreihe „Red-Seelig“ am kommenden Donnerstag, 15. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im Forum Altes Rathaus Borken (Farb), Markt 15.
Die Mitglieder des Sozialpsychiatrischen Verbundes und Sozialpsychiatrischen Dienstes im Kreis Borken laden Angehörige, Betroffene und Fachkräfte aus dem psychosozialen Arbeitsfeld zum Gespräch und Erfahrungsaustausch ein. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Unterstützung und Abgrenzung sind Themen, die fast jeder aus dem Alltag kennt. Ob in der Familie, im Freundeskreis oder im beruflichen Umfeld: Immer wieder stehen Menschen vor der Herausforderung, für andere da zu sein und gleichzeitig auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Doch wie gelingt es, hilfsbereit zu sein, ohne dabei die eigenen Grenzen zu überschreiten?
„Abgrenzung beschreibt die Fähigkeit, zwischen den eigenen persönlichen Gefühlen, Bedürfnissen und Werten sowie den Erwartungen und Emotionen der Außenwelt zu unterscheiden“, beschreibt Ulrike Wendholt vom Sozialpsychiatrischen Dienst im Kreis Borken.
Wer andere Menschen unterstützen möchte, sollte die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen im Blick behalten und realistisch einschätzen, heißt es in der Ankündigung zur Veranstaltung. Ziel sollte es nicht sein, sämtliche Schwierigkeiten für andere zu lösen, sondern sie vielmehr darin zu stärken, eigenständig Lösungswege zu entwickeln und die eigenen vorhandenen Ressourcen zu nutzen, soweit dies möglich ist.
Vorhandenen Ressourcen fördern
„Hilfreich ist dabei, die vorhandenen Ressourcen des Gegenübers zu erkennen und zu fördern. Statt Menschen zu entmündigen, könnten sie ermutigt werden, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen“, ergänzt Jelena Borgers, Psychiatriekoordinatorin des Kreises Borken.
Ein weiterer wichtiger Baustein für eine gesunde Balance sei die bewusste Gestaltung des eigenen Alltags. Eigene Hobbys, regelmäßige Auszeiten und feste Zeiten für persönliche Interessen könnten hilfreich sein, Abstand vom Alltag zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen, so die Experten weiter.
Weitere Infos zu Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten im Kreis gibt es unter kreis-borken.de/spd und kreis-borken.de/spv. Fragen zum Thema beantworten Lukas Schröer (Tel. 02861/681-6025) und Ulrike Wendholt (Tel. 02861/681-6012).