Pfarrerin zeigt in einer Lesung, wie ein „Nein“ zur Befreiung werden kann
Autorin, Journalistin und Pfarrerin Maike Schöfer lädt am Donnerstag, 5. März, zu einer Lesung ein, die sowohl persönliche als auch politische Perspektiven auf das kleine, aber bedeutende Wort „Nein“ bietet. In „Nö – eine Anstiftung zum Neinsagen“ untersucht die Berlinerin, wie Mädchen früh lernen, ihren Protest zu zügeln und ein klares „Nö“ zum Ausdruck von Selbstbehauptung und Widerstand werden kann.
Pfarrerin Maike Schöfer lädt im März zu Lesung und Gespräch ein.
© pd/Bahar Kaygusuz
BORKEN. „Nein“ zu sagen, ist etwas, das vielen Menschen, insbesondere Frauen, schwerfällt. In ihrer Lesung „Nö – eine Anstiftung zum Neinsagen“ lädt die Autorin und Journalistin Maike Schöfer am Donnerstag, 5. März, zu einer ebenso persönlichen wie politischen Auseinandersetzung mit einem kleinen Wort mit großer Bedeutung ein. Die Veranstaltung findet von 19.30 bis 21 Uhr im VHS-Forum, Heidener Straße 88 in Borken, statt.
Ausgehend von der Beobachtung, dass wir alle mit einem klaren Nein auf die Welt kommen, zeichnet Schöfer nach, wie insbesondere Mädchen früh lernen, ihren Protest zu zügeln, angepasst zu sein, zu gefallen, keine Umstände zu machen. In ihrem Buch gebe sie dieses Nein zurück – als Akt der Selbstbehauptung, als Ausdruck von Grenzen, aber auch als Form des Widerstands gegen festgefahrene Strukturen und Diskriminierung, heißt es in der Ankündigung zur Lesung.
Ein klares „Nö“ als Befreiung
Diese verbindet autobiografische Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse und lädt dazu ein, das „Nein“ neu zu denken: als befreiendes „Nö“ gegenüber Erwartungen, die Akteure nicht erfüllen wollen, ebenso wie als klares Zeichen gegen Ungerechtigkeit. Im anschließenden Gespräch besteht Gelegenheit zum Austausch mit der Autorin.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, die sich mit Fragen von Selbstbestimmung, Feminismus und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzen möchten.
Anmeldungen für die Lesung sind unter der Kurs-Nr. 20206BO unter www.vhs.borken.de sowie in der Geschäftsstelle der VHS Borken und in den Bürgerbüros möglich. Tickets sind zudem im Onlineticketshop der Stadt Borken erhältlich und in der Tourist-Information, Markt 15.
Über die Autorin
Maike Schöfer, Jahrgang 1989, ist Pfarrerin in Berlin. Feministisch, queer und unbequem setzt sie sich für Gerechtigkeit ein – in der Gesellschaft ebenso wie in ihrer Kirche. Digital ist sie als @ja.und.amen aktiv, analog engagiert sie sich im Talar gegen patriarchale Strukturen, Ausgrenzung und Machtmissbrauch. Ihre Perspektive soll Glauben, Politik und Aktivismus verbinden und zum Nachdenken einladen.