Borken

Nie mehr wackelnde Campingtische

Das Schülerteam vom Gymnasium Remigianum hat den 17. Wettbewerb „Schüler macht Mi(n)t!“ des Unternehmerverbandes gewonnen. Ihr selbstausgleichender Campingtisch überzeugte die Jury. Platz zwei ging nach Burlo ans Gymnasium Mariengarden.

Von Borkener Zeitung

27.05.2026

Damit Wurst und Anti-Mücken-Lampe künftig nicht mehr vom Tisch rutschen, hat das Team vom Gymnasium Remigianum den selbstausgleichenden Campingtisch namens „Level Travel“ erfunden.

Damit Wurst und Anti-Mücken-Lampe künftig nicht mehr vom Tisch rutschen, hat das Team vom Gymnasium Remigianum den selbstausgleichenden Campingtisch namens „Level Travel“ erfunden.

© pd/UVG

BORKEN/BOCHOLT. Vor allem ihre Neugierde bewiesen 49 Schülerinnen und Schüler beim 17. Wettbewerb „Schüler macht Mi(n)t!“, den der Unternehmerverband organisiert und sechs Bocholter Firmen aus der Metall- und Elektroindustrie ausrichten. Der Wettbewerb stand dieses Mal unter dem Motto „Nützliche Alltagshelfer“.

So banal das Problem, so genial die Lösung des Siegerteams: Campingtische wackeln auf unebenem Boden. Damit Wurst und Anti-Mücken-Lampe künftig nicht mehr vom Tisch rutschen, haben drei Schülerinnen und vier Schüler vom Gymnasium Remigianum, zwischen 15 und 16 Jahren alt, zusammen mit der Partnerfirma Gigaset den selbstausgleichenden Campingtisch namens „Level Travel“ erfunden.

Hierzu haben sie einen Joystick zweckentfremdet und ihm unter der Tischplatte mit einem Akku und so genannten Aktuatoren verbaut. Das sind Geräte, die Energie in mechanische Bewegung, Kraft oder Drehmoment umwandeln und so Maschinen und Systeme steuern, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmerverbandes.

„Genial und revolutionär“, wie die dreiköpfige Jury aus hiesigen Hochschulen und Universitäten urteilte. Prof. Dr. Andreas Besse von der Westfälischen Hochschule erläuterte: „Hier waren nicht nur Prototyp, Konzept, Umsetzung, Präsentation, Preisgestaltung und Vermarktungsansätze hervorzuheben, sondern vor allem die Idee, die Mechanik aus einem Joystick zu entleihen.“ Neben dem ersten Platz räumten die Jugendlichen außerdem den Publikumspreis ab und kassierten 400 Euro Preisgeld für die Klassenkasse.

Acht Teams waren am Start

Insgesamt acht Teams, sie stammen aus Bocholt und aus Borken (Gymnasien Remigianum und Mariengarden), präsentierten bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Donnerstag in der Flender Academy vor rund 110 Gästen ihre Ideen. Gastgeber der Abschlussveranstaltung war erneut die Firma Flender, dessen Ausbildungsleiter Thorsten Fahrland resümiert: „Auch in diesem Jahr haben wir wieder tolle Ideen gesehen, die Projektreife nimmt immer weiter zu. KI hat wie selbstverständlich Einzug gehalten.“

Auf Platz zwei landete die Idee aus Burlo, den Kühlschrank mittels einer App intelligent zu organisieren. So können Lebensmittel im Kühlschrank nach Mindesthaltbarkeitsdatum strukturiert werden, um Verderb oder Verschwendung zu vermeiden. Auch Einkaufslisten und Rezepte können erstellt werden; hier hilft KI. Die Gesamtschule Bocholt landete mit ihrem automatischen Gewächshaus auf Platz drei: Der Aufbau mit Sensoren, Steuerung durch Arduino, Relais und viel Elektronik überzeugte die Jury mit einer hohen Detailtiefe und Vielseitigkeit. Beide Teams wurden von der Firma Grunewald betreut.

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