Borken

Neue Ausstellung zeigt restauriertes Julia Koppers-Gemälde

Das Farb präsentiert ab Freitag, 20. März, das restaurierte Gemälde „Der Maler im Patrizierhause“ von Julia Schily-Koppers im Rahmen einer Studioausstellung. Im Stil der damals vorherrschenden Düsseldorfer Genremalerei entstanden, lässt es unterschiedliche Deutungen zu. Zeichnungen aus den Beständen der Stadt Borken und des Heimatvereins Borken, die die Ausstellung ergänzen, greifen Motive des Bildes auf.

Von Borkener Zeitung

12.03.2026

Das Bild zeigt das Werk „Der Maler im Patrizierhaus“ von Julia Schily-Koppers aus der Sammlung der Stadt Borken.

Das Bild zeigt das Werk „Der Maler im Patrizierhaus“ von Julia Schily-Koppers aus der Sammlung der Stadt Borken.

© pd

BORKEN. Das Forum Altes Rathaus Borken (Farb) zeigt ab kommender Woche eine Studioausstellung rund um die Neuerwerbung „Der Maler im Patrizierhause“ der Borkener Malerin Julia Schily-Koppers. Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 20. März, um 18 Uhr im Farb, Markt 15, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das im Jahr 2025 erworbene und inzwischen restaurierte Gemälde „Der Maler im Patrizierhause“, kündigen die Organisatoren der Ausstellung an. Ergänzt wird es durch Zeichnungen aus den Beständen der Stadt Borken und des Heimatvereins Borken, die Motive des Bildes aufgreifen und weiterführen.

Das Gemälde wurde 1889 unter seinem heutigen Titel auf der Kunstausstellung der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden präsentiert. Stilistisch entspricht es der damals vorherrschenden Genremalerei der Düsseldorfer Schule und nimmt zugleich Bezug auf Vorbilder niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts. Viele Details des Bildes laden zu unterschiedlichen Deutungen ein: Es geht um das Sehen und Verbergen, um die Kunst des Malens, den Wandel der Kinderbildnisse sowie um ein altes Sprichwort. Darüber hinaus werden im Bild symbolisch alle fünf Sinne angesprochen.

Fototafel gibt Hinweis auf Gemäldepräsentation

Unter dem Titel „Kunst bringt Gunst“, der auch der aktuellen Studioausstellung ihren Namen gibt, stellte Julia Schily-Koppers zwei Jahre später – 1891 – ein weiteres Gemälde auf einer großen Internationalen Kunstausstellung in Berlin aus. Da der Ausstellungskatalog keine Abbildungen enthielt, sei lange unklar geblieben, welches Motiv dort gezeigt wurde, heißt es weiter. Inzwischen sei jedoch eine historische Fototafel bekannt, die eine nahezu identische Komposition zum „Maler im Patrizierhause“ mit dem Titel „Kunst bringt Gunst“ zeigt. Daher gelte es als wahrscheinlich, dass Julia Schily-Koppers 1891 in Berlin genau dieses Gemälde oder eine Variante davon präsentierte – jenes Werk also, das heute zur Sammlung der Stadt Borken gehört.

Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Beispiele der Genremalerei der Borkener Künstlerin.

Der Besuch der Ausstellung ist ab Samstag, 21. März, zu den regulären Öffnungszeiten des Farb kostenfrei möglich.

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