Borken

Leserbrief: Zwischen Tradition und notwendiger Veränderung

Leserbrief zum BZ-Bericht „Frauen bleiben beim Schießen außen vor“ aus der Ausgabe vom 23. März.

Von Gaby Franzen aus Weseke

25.03.2026

Leserbrief: Zwischen Tradition und notwendiger Veränderung

© Denise Müller

Leider wurde in Weseke bei der Schützenversammlung die notwendige 75-Prozent-Hürde für eine Satzungsänderung und somit die Aufnahme von Frauen in den Schützenverein nicht erreicht. Dieses Ergebnis finde ich sehr enttäuschend. Einerseits, da ich selbst durchaus Interesse hätte, zum Beispiel beim Umzug, auch aktiv dabei sein zu können.

Zum anderen bedeutet dieses Ergebnis insgesamt Stillstand und Ausgrenzung, statt längst überfälliger Veränderung. Gleichzeitig möchte ich den jungen Männern danken, die sich seit längerer Zeit engagieren und sich öffentlich für die Aufnahme von Frauen und damit auch für Gerechtigkeit und Chancengleichheit einsetzen. Sie zeigen, dass Entwicklung und Neugestaltung möglich sind (immerhin haben bereits 60 Prozent mit „Ja“ für eine Aufnahme gestimmt). Manchmal braucht es Zeit. Lasst euch nicht entmutigen und zeigt weiterhin eure Haltung.

Gerade auf lokaler Ebene, im unmittelbaren Umfeld, beginnt gesellschaftlicher Wandel. Vereine im Dorfleben sind ein Spiegel unserer Gesellschaft. Hier lässt sich ablesen, welche Werte uns wichtig sind. Ich hoffe daher, dass die Diskussion weitergeführt wird, der Dialog zwischen den Geschlechtern offen bleibt und zukünftige Entscheidungen mutiger und zukunftsorientierter ausfallen.

Artikel zum Thema:

Frauen dürfen in Weseke auch künftig nicht mitschießen

Schützen in Weseke entscheiden über Frauen-Mitgliedschaft

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© Denise Müller

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