Borken

Leserbrief: „Ist der Bahn-Gast noch was wert?“

Leserbrief zum BZ-Bericht „Zug endet schon in Gladbeck“ vom 13. Januar.

Von Bianca Wilinger aus Borken

14.01.2026

Leserbrief: „Ist der Bahn-Gast noch was wert?“

© Werschkull

Seit vielen Wochen haben wir keine direkte Zugverbindung mehr von Borken nach Essen.

Erst war die Strecke gesperrt, weil die Bahntrasse zwischen Bottrop und Essen abgesunken war und nun ist eine Brücke zwischen Gladbeck-West und Bottrop beschädigt.

Diese Probleme sind für unsere Pendler schon belastend genug. Leider kommen immer wieder unnötige Störungen und Probleme hinzu, die in der Verantwortung der RheinRuhrBahn liegen und ich mich frage, ob Fahrgäste unerwünscht sind.

Man nehme z.B. den derzeitigen SEV zwischen Essen und Gladbeck-West. Der SEV aus Essen trifft in Gladbeck-West geplant neun Minuten nach der Abfahrt des Zuges Richtung Borken ein und der Fahrgast wartet bei Wind und Wetter 51 Minuten auf seinen Anschluss. Dadurch erhöht sich die Reisezeit unnötig von 55 auf 115 Minuten!

Das Problem der mangelnden Fahrzeugverfügbarkeit und der daraus sehr oft resultierenden Ausfälle und Verspätungen, möchte ich hier gar nicht erst ansprechen.

Sieht so die ordentliche Erfüllung öffentlicher Aufträge des ÖPNV aus? Ist der Fahrgast noch was wert oder nur die Gelder, die die RheinRuhrBahn dafür erhält? Nebenbei möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Stadt, bzw. der Kreis Borken, sich extra finanziell an dem Erhalt der wichtigen Pendlerstrecke beteiligt hat. Ist sich die RheinRuhrBahn eigentlich ihrer sozialen Verantwortung bewusst? Immerhin sind täglich viele Schüler, Studenten und Arbeitnehmer von ihr abhängig, um ihr tägliches Soll zu erfüllen.

Trotz vorheriger Freigabe: RE14 fährt doch nur bis Gladbeck-West

Leserbrief: „Ist der Bahn-Gast noch was wert?“

© Werschkull

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