Borken

Kulturen kommen im Burloer Seniorenheim zusammen

Die Senioren aus dem Haus Rosengarten treffen sich ab sofort regelmäßig mit zugewanderten Frauen aus Afghanistan, Tunesien, Syrien und dem Libanon. Ziel ist es, den Austausch zwischen den Generationen zu fördern und die Werte einer fremden und neuen Gesellschaft für die Frauen erfahrbar zu machen.

Von Borkener Zeitung

18.11.2025

Frauen aus verschiedenen Ländern kommen mit älteren Menschen in der Wohngemeinschaft Haus Rosengarten in Burlo ins Gespräch – und fragen nach deren Lebenserfahrungen.

Frauen aus verschiedenen Ländern kommen mit älteren Menschen in der Wohngemeinschaft Haus Rosengarten in Burlo ins Gespräch – und fragen nach deren Lebenserfahrungen.

© pd/Horst Andresen

BURLO. Im Haus Rosengarten findet seit Kurzem zweimal im Monat ein interkultureller Dialog statt, den die Integrationsagentur des Roten Kreuzes im Kreis Borken ins Leben gerufen hat. Jüngst nahmen neun Frauen, die sich über Treffen im DRK-Haus „Beratung für Zugewanderte“ am Nordring 52 in Borken kennen, teil. Die Leitung dieser Treffen übernimmt Sara Jrab, Integrationsagentur und Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit beim Roten Kreuz im Kreis Borken. Die Besucherinnen kommen ursprünglich aus Afghanistan, Tunesien, Syrien und dem Libanon und leben bereits seit längerer Zeit in Borken und Umgebung.

„Die Dialoge sollen das Leben zwischen den Generationen fördern und die Werte einer ,fremden und neuen‘ Gesellschaft für die Frauen erfahrbar machen“, berichtet Sozialpädagogin Sara Jrab: In diesen Begegnungen erzählen die Menschen im Haus Rosengarten aus ihrem Leben, von ihrer Kindheit und ihrer Jugend, wie sie selbst und ihre Eltern Demokratie in Deutschland erlebt haben.

Das Haus Rosengarten ist eine Wohngemeinschaft mit elf Wohneinheiten für demenziell veränderte, pflegebedürftige Menschen. „Durch den Austausch von Geschichten und alten Fotos entstehe ein lebendiges Bild der Vergangenheit“, so Sara Jrab.

Menschen aus unterschiedlichen Kulturen haben dabei die Möglichkeit, im gemeinsamen Gespräch persönliche Einblicke in die deutsche Geschichte zu gewinnen und einen tieferen Zugang zur für sie (noch) „fremden“ Kultur zu finden. So könnten Menschen aus anderen Kulturen die Wichtigkeit der Demokratie erkennen, wie es weiter in einer DRK-Pressemitteilung heißt.

Gespräche gab es auch zum Thema Erziehung, und in lockerer Atmosphäre wurden schließlich mit Alltagsbetreuerin Monika Hoppmann in Burlo Volks- und bereits Weihnachtslieder angestimmt – für die Gäste lagen sie in gedruckter Form vor, die älteren Menschen kannten das Liedgut auswendig.

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