Borken

Jupiter und seine Monde sind im Dezember sichtbar

Ein besonderes Schauspiel soll sich den Besuchern der Sternwarte am 5. und 17. Dezember bieten: Der Jupiter mit seinen vier hellsten Monden Io, Callisto, Europa und Ganymed ist dabei bei geeignetem Wetter mit dem Teleskop zu sehen. Mit etwas Glück kann sogar der größte Wirbelsturm des Sonnensystems, der Große Roten Fleck, erspäht werden.

Von Borkener Zeitung

28.11.2025

Im Dezember kann der Riesenplanet Jupiter an der Hoxfelder Sternwarte durchs Teleskop erspäht werden.

Im Dezember kann der Riesenplanet Jupiter an der Hoxfelder Sternwarte durchs Teleskop erspäht werden.

© pd

BORKEN. Der Jupiter wird bei geeignetem Wetter im Dezember bei den öffentlichen Sternwartentagen der Hoxfelder Sternwarte am Freitag, 5. Dezember, und am Mittwoch, 17. Dezember, jeweils ab 20.30 Uhr im Teleskop zu sehen sein. Wer in diesen Tagen am Osthimmel ein helles Gestirn bemerkt, der könne sicher sein, dass er den Planeten Jupiter erspäht hat. Der Gasplanet wandere seiner Opposition im Januar 2026 entgegen und könne besonders gut beobachtet werden, berichten die Experten vom Verein „Sternfreunde“.

Während des zwölfjährigen Umlaufs des Planeten um die Sonne überholt die Erde den Planeten etwa alle 13 Monate. Dabei nähert sie sich dem Riesenplaneten bis auf 633 Millionen Kilometer. Bereits im Feldstecher sei es möglich, die vier hellsten Monde Io, Callisto, Europa und Ganymed zu erkennen, wobei eine ruhige Hand oder ein Stativ hilfreich seien, so die Sternfreunde. Im Jahr 1610 entdeckte der italienische Naturwissenschaftler Galileo Galilei die vier Trabanten des Jupiters fast zeitgleich mit dem Ansbacher Astronomen Simon Marius. Galilei war dem Ansbacher nur einen Tag voraus. Ein Plagiatsstreit folgte trotzdem.

Die Beobachtung mit dem Teleskop zeige neben den Monden auch die turbulente Jupiteratmosphäre, sagt Christian Overhaus von den Sternfreunden. Der Planet ist ein Gasplanet, der vermutlich nur einen kleinen mineralischen Kern besitzt. Die schnelle Rotation des Planeten zieht Hochdruck und Tiefdruckzonen zu Wolkenbändern, die den Planeten umgeben.

Mit etwas Glück könne man den größten Wirbelsturm des Sonnensystems erspähen, der als Großer Roter Fleck seit mindestens 150 Jahren zu beobachten sei, kündigt der Experte an. In einigen Quellen werde die Entdeckung des Sturms bereits den Astronomen im 17. Jahrhundert zugeschrieben. Wegen einer größeren Beobachtungslücke im 18. Jahrhundert, in der der Große Rote Fleck nicht beschrieben wurde, sei die frühe Entdeckung des Wirbelsturms nicht eindeutig.

Sicher ist nur, dass der Wirbelsturm in den letzten 100 Jahren seine Form und die Intensität der Farbe stark variiert hat. Die Veränderungen in der Jupiteratmosphäre beschäftigen die Astronomie seit vielen Jahren und auch die Amateurbeobachter haben ihren Anteil daran.

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