Borken

Junge Politiker diskutieren mit der Kolpingjugend

Die Kolpingjugend hat mit jungen Kandidaten für den Borkener Stadtrat über deren Pläne und Ziele diskutiert. Unter dem Titel #ihaveastream wurde die Debatte live auf Instagram übertragen.

Von Borkener Zeitung / Sven Kauffelt

27.08.2020

Sie diskutierten miteinander (von links): Britta Spahlholz (Kolpingjugend Münster), Pauline Haick (Kolpingjugend Borken), Johanna Hollstegge (Kolpingjugend Borken), Nico Nikolov (CDU), Mara Lohmann (Die Grünen), Niklas Büning (Die Linke), Theresa Weddeling (UWG), Marvin Buchecker (SPD), Henry Gottlob (Kolpingjugend Borken), Max Krax (Kolpingjugend Borken).

Sie diskutierten miteinander (von links): Britta Spahlholz (Kolpingjugend Münster), Pauline Haick (Kolpingjugend Borken), Johanna Hollstegge (Kolpingjugend Borken), Nico Nikolov (CDU), Mara Lohmann (Die Grünen), Niklas Büning (Die Linke), Theresa Weddeling (UWG), Marvin Buchecker (SPD), Henry Gottlob (Kolpingjugend Borken), Max Krax (Kolpingjugend Borken).

© privat

Live-Stream wurde auf Instagram angeboten

BORKEN. Mit der Mobilität ging’s los, speziell mit der Frage nach der Fahrradfreundlichkeit Borkens. „Wir fordern einen Ausbau der Fahrradstraßen“, teilte Niklas Büning (Die Linke) mit. Die Grünen und die SPD möchten mit dem Ausbau von Fahrradschnellstraßen mehr für die Fahrradfreundlichkeit in Borken und Umgebung tun. „Beim Fahrradfahren geht es auch immer um die Sicherheit der Fahrer. Wir machen uns daher für sichere Radwege stark, damit auch Kinder und Jugendliche mit dem Fahrrad zur Schule fahren können“, stellte Theresa Weddeling (UWG) heraus.

Kostenloser ÖPNV?

Dass man den ÖPNV komplett kostenlos anbieten solle, würden Linke und SPD begrüßen. Kritisch beurteilt wird die Idee des komplett kostenlosen ÖPNV von Nico Nikolov (CDU) und Theresa Weddeling (UWG). Nico Nikolov (CDU) stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass „ein kostenloser ÖPNV nicht unbedingt mehr genutzt werden würde. Aber das Anrufsammeltaxi ist eine gute und günstige Möglichkeit, um sich fortzubewegen. Wenn man die Digitalisierung mitdenkt, sind auch Ride-Sharing-Konzepte sinnvoll“. Und Mara Lohmann (Die Grünen) ergänzte: „Wir müssen mehr für bestehende Angebote werben und Tickets durch Subventionierungen für Schüler günstiger machen.“

„Borken soll nicht wie jede andere Stadt aussehen.

Thematisiert wurde auch, dass viele junge Borkener aufgrund fehlender Möglichkeiten vor Ort Einkaufs- und Freizeitangebote in den umliegenden Städten wie Rhede oder Bocholt wahrnehmen würden. „Es ist wichtig, Borken etwa durch neue Kaufhäuser attraktiver zu machen“, meinte Marvin Buchecker (SPD). Dennoch könne die Politik nicht den Bau von Geschäften oder Diskotheken vorschreiben, entgegnete Nico Nikolov (CDU). „Borken soll nicht wie jede andere Stadt aussehen; vielmehr braucht es ein paar Anziehungspunkte für die Stadt“, forderte Theresa Weddeling (UWG). „Gezielt Bands nach Borken einladen“, schlug Mara Lohmann (Die Grünen) vor.

Die Aktion lebte vor allem von der inhaltlich starken Diskussion der Parteien, bilanziert die Kolpingjugend. Zuschauer hätten sich während des Livestreams mit Fragen rege an der Diskussion beteiligt. 21 Personen hätten sich die Gesprächsrunde live angesehen und mitdiskutiert.

Der Stream ist auf YouTube auf dem Kanal der Kolpingjugend Diözesanverband Münster dauerhaft verfügbar.

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