Johann-Walling-I-Dötzchen feiern 60 Jahre Einschulung
Zum 60. Jahrestag ihrer Einschulung haben sich zwölf ehemalige Klassenkameraden der Johann-Walling-Schule nun wiedergesehen. Dem Treffen war eine aufwendige Recherche des Organisations-Duos vorausgegangen. Die längste Anreise hatte eine Mitschülerin aus dem US-Bundesstaat Arizona.
Erinnerten sich an ihre Einschulung im Dezember 1966: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Klassentreffens in der Gemener Gaststätte „Bei Resi“.
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BORKEN. Ein Hauch von Nostalgie lag in der Luft, als sich jetzt erstmals ehemalige I-Dötzchen der Johann-Walling-Schule aus der Klasse von Lehrerin Elsa Kipp in der Gemener Gaststätte „Bei Resi“ trafen. Das Wiedersehen hatte einen besonderen Grund: Im Dezember jährt sich ihre Einschulung zum 60. Mal.
Den ungewöhnlichen Termin verdankten sie einer Reform im Jahr 1966, beichtet Mit-Organisator Karlheinz Gördes. Um den Schuljahresbeginn bundesweit von Ostern auf den Sommer zu verlegen, habe es seinerzeit in Nordrhein-Westfalen zwei Kurzschuljahre von jeweils nur acht Monaten Dauer gegeben. Das erste startete zum 1. April 1966. Wer allerdings zwischen dem 1. Juni und dem 30. November 1960 geboren wurde, rückte am 1. Dezember 1966 in die Klassenzimmer ein. Wie die BZ damals schrieb, begann an diesem Datum in Borken für insgesamt 194 Erstklässler der Ernst des Lebens. Aufgeteilt auf die einzelnen Schulen, gingen zur Johann-Walling-Schule 69 Kinder, zur Josef-Schule 38, zur Remigius-Schule 60 und zur Martin-Luther-Schule 27.
Da es keine alten Klassenbücher mehr gab, sei es für ihn und seine Mitstreiterin Mechtild Schöneberg nicht leicht gewesen, die Namen und Kontaktdaten ihrer ehemaligen Mitschüler herauszufinden, so Karlheinz Gördes weiter. Erschwert wurde die Suche dadurch, dass 1969 die evangelische Martin-Luther-Schule aufgrund des Unterschreitens der Mindestschülerzahl aufgelöst und die dortigen Schulkinder auf die drei verbleibenden Schulen verteilt werden mussten. Dies sorgte bei der weiteren Recherche zunächst für Unstimmigkeiten. Licht ins Dunkel brachten schließlich vor allem das Borkener Stadtarchiv und die damalige Klassenlehrerin Elsa Kipp. Die heute 95-Jährige half tatkräftig dabei mit, die Namensliste zu rekonstruieren.
Aus gesundheitlichen Gründen konnte die geschätzte Pädagogin dann allerdings selbst nicht an dem Treffen teilnehmen. Auch viele der ehemaligen Mitschüler mussten absagen, so dass letztlich zwölf Ehemalige zusammenkamen. Die weiteste Anreise nahm eine einstige Klassenkameradin auf sich, die seit vielen Jahren in Tucson im US-Bundesstaat Arizona lebt. Bei Kaffee, Kaltgetränken, Kuchen und Schnittchen ließen alle die Erinnerungen an die alte Schulzeit wieder aufleben und so manche Anekdote wurde zum Besten gegeben. Außerdem übermittelten sie ihrer ehemaligen Lehrerin beste Genesungswünsche.