Günter Heuking ist 50 Jahre beim Mergelsberg Verlag
Günter Heuking hat in seiner 50-jährigen Karriere beim Mergelsberg Verlag den Wandel vom Bleisatz zur Digitalisierung maßgeblich mitgeprägt. In gewisser Weise steht der Heidener sinnbildlich für eine Generation, der ihre Arbeit mehr bedeutet als ein Mittel zum Zweck.
Günter Heuking arbeitet seit 50 Jahren beim Mergelsberg Verlag.
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BORKEN. Wenn auf jemanden der Begriff Urgestein zutrifft, dann auf ihn: Günter Heuking arbeitet jetzt seit 50 Jahren beim Mergelsberg Verlag. Der 66-Jährige hat in dieser Zeit eine so grundlegende Veränderung im Zeitungswesen an zentraler Stelle mitgestaltet, wie es sie seit der Erfindung des Buchdrucks nicht mehr gegeben hat. Denn als Heuking 1976 anfing, lernte er noch Schriftsetzer, die Zeitung wurde damals noch im Bleisatzverfahren erstellt. In den 1980er Jahren wurde der Heidener dann der erste EDV-Verantwortliche in der Geschichte des Traditionshauses und prägte von da an die Wandlung hin zum modernen, voll digitalisierten Medienhaus.
„Mir macht‘s immer noch Spaß.“
Günter Heuking
Der Heidener ist auch als Leiter der IT-Abteilung noch ganz „alte Schule“ im allerbesten Sinne. Wissen sich etwa die Kollegen aus der Redaktion spätabends oder am Wochenende nicht zu helfen, weil die Bilder partout nicht ins System einlaufen wollen oder der VPN-Zugang nicht anspringen will, dann lautet der Tipp wie eh und je: „Ruf Günni an.“ Und der weiß immer Rat. „Ich schau‘s mir an“, sagt er dann, gerne mit dem verschmitzten Zusatz: „Sicher ein Anwenderfehler“, und gibt meist kurz darauf Entwarnung.
Die technischen Entwicklungen, die der Verlag in den jüngsten 15, 20 Jahren genommen hat, tragen im Hintergrund vor allem seine Handschrift. Und dass er immer noch da ist, obwohl er vor zwei Jahren hätte in Rente verschwinden können, ist auch typisch für den Münsterländer: „Mir macht‘s immer noch Spaß.“ Zum Glück für seine Kollegen.