Farb-Druckwerkstatt in Borken feiert Wiedereröffnung
Die Druckwerkstatt des Forums Altes Rathaus Borken wird am 31. Oktober nach dem Umzug ins historischen Landratsamt wiedereröffnet. Von 10 bis 16 Uhr werden die historischen Maschinen live vorgeführt, die Besucher dürfen auch selbst kreativ werden. Parallel dazu läuft draußen die Aktion „Grund und Borken“.
Die Druckwerkstatt des Farb öffnet am 31. Oktober nach ihrem Umzug erstmals wieder ihre Türen. Die Besucher können die historischen Druckmaschinen in Aktion erleben und selbst kreativ werden.
© pd/mediamieze
BORKEN. Nach längerer Umzugspause wird die Druckwerkstatt des Forums Altes Rathaus Borken (Farb) am Samstag, 31. Oktober, wiedereröffnet. Von 10 bis 16 Uhr lädt das ehrenamtliche Team dazu ein, die neuen Räume im historischen Landratsamt, Im Piepershagen 17, zu entdecken. Gleichzeitig findet im Stadtraum die Planierwalzenpromenade „Grund und Borken“ des Künstlerpaares Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck statt. Damit steht der Tag ganz im Zeichen der Druckkunst, teilt die Stadt Borken mit.
In der Druckwerkstatt widmet sich das Team regelmäßig der Kunst des Druckhandwerks. Die Besucher können beobachten, wie einzelne Lettern von Hand zu Wörtern zusammengesetzt und anschließend mit historischen Druckmaschinen zu Papier gebracht werden. Auch die Technik der Radierung wird veranschaulicht.
Zur Wiedereröffnung können die neuen Räume nicht nur besichtigt werden. Das Team zeigt die historischen Druckmaschinen in Aktion und lädt dazu ein, selbst kreativ zu werden. Passend zur Jahreszeit können unter anderem herbstliche und Halloween-Motive gedruckt werden.
Parallel dazu findet rund um den Borkener Marktplatz und die Druckwerkstatt die Planierwalzenpromenade „Grund und Borken“ statt. Mithilfe von Planierwalzen, Pigmenten und Büttenpapier bilden Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck die tatsächliche Beschaffenheit des öffentlichen Bodens ab. Straßenpflaster, Vermessungspunkte oder Gullideckel werden so zu künstlerischen Motiven und dokumentieren besondere Merkmale des jeweiligen Ortes.
Kunst und Ökonomie verbinden
Ein besonderer Aspekt des Projektes ist die Verbindung von Kunst und Ökonomie: Der Preis der entstehenden Druckgrafiken orientiert sich am jeweiligen Bodenrichtwert des Bereichs, in dem das Werk entstanden ist. So können Arbeiten mit ähnlicher Gestaltung einen unterschiedlichen Wert erhalten. Das Projekt greift damit auf künstlerische Weise die Frage auf, welchen Einfluss die Lage auf den Wert von Grund und Boden hat.
Nachholtermin vom Juni
Das Künstlerpaar von Bülow/Koselleck hat sein Projekt bereits an zahlreichen Orten in Deutschland und Europa realisiert. Mit „Grund und Borken“ wird die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Stadtraum nun Teil des Programms zum Stadtjubiläum „Borken 800“. Ursprünglich war die Performance bereits für Juni vorgesehen, musste aufgrund der hohen Temperaturen jedoch auf Oktober verschoben werden.
Weitere Informationen zur Druckwerkstatt gibt es unter farb.borken.de und weitere Informationen zum Projekt „Grund und Boden“ sind unter tfiftytwo.blogspot.com zu finden.
An diesem Tag findet auch die Planierwalzenpromenade „Grund und Borken“ des Künstlerpaares Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck statt.
© pd/Julia E. Wagner