Fälle von Hasenpest in Borken festgestellt
Bei drei verendeten Hasen in Borken und Gescher ist die Hasenpest festgestellt worden. Was das für Spaziergänger und Tierhalter bedeutet, erklärt der Kreis Borken.
Bei drei Feldhasen (Symbolbild) ist die Hasenpest nachgewiesen worden.
© Boris Roessler/dpa
BORKEN. Bei drei verendeten Feldhasen in zwei Revieren in Borken und bei einem Feldhasen in einem Revier in Gescher wurde jetzt die Hasenpest (Tularämie) durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe festgestellt.
Die durch das Bakterium Francisella tularensis hervorgerufene Erkrankung tritt überwiegend bei wildlebenden Hasen und Wildkaninchen auf. Auffälligste Krankheitsanzeichen sind Schwäche, Mattigkeit, Abmagerung und verändertes Verhalten wie zum Beispiel das Ausbleiben des Fluchtreflexes.
Das gibt es zu beachten
Die Hasenpest ist eine Infektionskrankheit, die auch auf Menschen und andere Tiere übertragen werden kann. Daher sollte jeglicher Kontakt mit einem verendeten Feldhasen oder Wildkaninchen vermieden werden. Hundehalter sollten daher ihre Tiere nicht freilaufen lassen. Jeder Fall dieser Infektionskrankheit sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ist meldepflichtig. Die Krankheit tritt nur sehr vereinzelt auf.
Wenn Bürger verendete Feldhasen auffinden, sollte umgehend – gegebenenfalls über die Untere Jagdbehörde des Kreises Borken (Tel. 02861/681-3012 oder -3013) – der zuständige Revierpächter verständigt werden. Dieser kann dann eine Untersuchung über das Veterinäramt des Kreises Borken veranlassen.
Weitere Infos zur Hasenpest sowie ein Formular zur Online-Meldung von verendeten Feldhasen gibt es unter www.kreis-borken.de/hasenpest.
Bei drei Feldhasen (Symbolbild) ist die Hasenpest nachgewiesen worden.
© Boris Roessler/dpa