Borken

Experten referieren zu Erkrankungen des Enddarms

Drei Experten des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums des Klinikums Westmünsterlands referieren am 10. Juni über Erkrankungen des Enddarms und deren Behandlungsmöglichkeiten. Die Veranstaltungen soll das Thema aus der Tabuzone holen, denn für viele Betroffene erzeugen Beschwerden wie Blasen- oder Stuhlinkontinenz einen hohen Leidensdruck.

Von Borkener Zeitung

04.06.2026

Referieren am 10. Juni im Rahmen einer Patientenveranstaltung des zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentrum in Borken: Dr. Carsten Böing, Dr. Markus Bourry und Manish Kumar Moothoor (v.l.).

Referieren am 10. Juni im Rahmen einer Patientenveranstaltung des zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentrum in Borken: Dr. Carsten Böing, Dr. Markus Bourry und Manish Kumar Moothoor (v.l.).

© pd

BORKEN. Das Team des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums des Klinikums Westmünsterlands (KWML) lädt am kommenden Mittwoch, 10. Juni, zu einer kostenlosen Patientenveranstaltung rund um das Thema „Erkrankungen des Enddarms – Verstehen. Behandeln. Wohlfühlen.“ ein. Die Informationsveranstaltung beginnt um 18 Uhr und findet im Multifunktionsraum neben der Cafeteria im Verwaltungsgebäude des St.-Marien-Hospitals Borken, Am Boltenhof 7, statt.

Referieren werden die Ärzte des standortübergreifenden Kontinenz- und Beckenbodenzentrums, das gemeinsam am St.-Agnes-Hospital Bocholt und am St.-Marien-Hospital Borken betrieben wird. Es erfüllt die umfangreichen Qualitätsstandards der höchsten Versorgungsstufe zur Komplexbehandlung von Harn- und Stuhlinkontinenz sowie komplexen Beckenbodenerkrankungen, heißt es in einer Mitteilung des KWML.

Die Referenten

Vor Ort informieren Dr. Carsten Böing, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am St. Agnes-Hospital Bocholt und Leiter des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums, Dr. Markus Bourry, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Koloproktologie am St.-Marien-Hospital Borken sowie stellvertretender Leiter des Zentrums, und Manish Kumar Moothoor, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Koloproktologie.

Erkrankungen des Enddarms würden für viele Betroffene noch immer als Tabuthema gelten, so die Experten. Beschwerden wie Hämorrhoiden, Analfisteln sowie Blasen- und Stuhlinkontinenz würden häufig verschwiegen, obwohl sie vergleichsweise oft aufträten und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen könnten. Dabei seien viele dieser Erkrankungen heute medizinisch sehr gut behandelbar.

Im zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentrum arbeiten Experten aus den Bereichen Gynäkologie, Urologie, Viszeralchirurgie, Geriatrie und Neurologie eng zusammen. Der interdisziplinären Ansatz ermöglicht moderne und hochspezialisierte Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen unter anderem Lasertherapien bei Hämorrhoiden und Analfisteln, minimalinvasive laparoskopische Eingriffe bei Stuhlauslassstörungen sowie die sogenannte sakrale Neuromodulation (SNS) zur Behandlung von Stuhlinkontinenz.

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