Ein „Repair-Café“ für Borken
Haushaltsgeräte, die Zicken machen, Schlagbohrer oder Stichsägen, die nicht mehr ganz rund laufen – sie und vieles mehr sind Fälle für ein „Repair-Café“. Ein solches wollen die Freiwilligenagentur der Stadt Borken in Kooperation mit dem DRK auch in Borken ins Leben rufen.
Blick in das Bocholter Repair-Café: Wichtig ist den Ehrenamtlichen, die Fehler nicht nur zu finden und zu beheben, sondern den Besitzern der defekten Geräte auch die Reparatur zu erklären.
© Sven Betz
Nachhaltigkeits-Initiative von Stadt und Rotem Kreuz
BORKEN. „Repair-Cafés“ sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das „Repair-Café“ stattfindet, seien Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden, zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr, heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung für den Sozialausschuss, der in der kommenden Woche tagt. Ehrenamtliche Reparaturhelfer geben dabei ihr Wissen an Laien weiter und leisten so Hilfe zur Selbsthilfe. Zudem teilten Menschen untereinander ihr Wissen über das Reparieren und die Technik dahinter und regten so zu einem bewussten Konsumverhalten an.
Überregional sei die Reparatur-Bewegung stark auf dem Vormarsch, so die Stadtverwaltung. Deutschlandweit gebe es mittlerweile über 1000 Initiativen– in der Region bereits in Ahaus, Bocholt, Gronau, Reken, Stadtlohn und Vreden.
Geplant ist, dass das Rote Kreuz Borken Räume in ihrem Zentrum in der Röntgenstraße kostenfrei zur Verfügung stellt. Ebenso würden die nötigen Werkzeuge und Reparaturmaterialien unentgeltlich bereitgestellt. Aufgabe der Freiwilligenagentur wird sein, Ehrenamtler mit Reparatur-Sachverstand zu gewinnen.
© Sven Betz