Die Erinnerung aktuell halten: Raimund Weber lädt zu Vorleseabend
Unter dem Titel „Weil Spielräume verschwinden“ hinterfragt Raimund Weber am Freitag, 8. Mai, die Aktualität des Erinnerns 81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bei einem literarisch-historischen Vorleseabend präsentiert er unter anderem Texte von Richard von Weizsäcker, Alexander Mitscherlich, Svetlana Alexijewitsch, Harald Welzer und Hartmut Rosa.
Am 8. Mai lädt Raimund Weber zu einer literarisch-historischen Vorlesung ein.
© pd/Raimund Weber
BORKEN. Einen besonderen Blick auf den 8. Mai 1945 wirft Raimund Weber am Freitag, 8. Mai, im Borkener 3Eck. Unter dem Titel „Weil Spielräume verschwinden“ lädt er ab 19 Uhr zu einem literarisch-historischen Vorleseabend ein, der sich bewusst gegen eine Erinnerungskultur richtet, die sich allzu oft selbst genüge, heißt es in der Ankündigung.
81 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus stelle Weber die Frage nach der Aktualität des Erinnerns, heißt es in der Ankündigung zur Veranstaltung. Gedenken halte die wichtige Einsicht wach, dass die Werte der Zivilgesellschaft stets prekär seien und alles andere als ein sicheres Gut, so der Vorleser.
In den von Raimund Weber ausgewählten Texten – unter anderem von Richard von Weizsäcker, Alexander Mitscherlich, Svetlana Alexijewitsch, Harald Welzer und Hartmut Rosa – spiegeln sich menschliche Verwerfungen und Ängste, aber auch die Kraft der Hoffnung sowie ein lebensbejahendes „Nein“ zu Krieg und modernem Totalitarismus.
Der Einlass beginnt um 18.45 Uhr und ist kostenlos. Es wird jedoch um Spenden für Unicef gebeten, insbesondere für Nothilfeprogramme für Kinder in Krisengebieten, die Schutz, Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung benötigen. Aufgrund begrenzter Sitzplätze ist eine Anmeldung per E-Mail an 3eck@borken.de oder telefonisch unter 02861/939 665 erforderlich.