Borken

Die BZ trauert um Uli Hahn

Ulrich „Uli“ Hahn ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 71 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Mit seiner Familie trauert auch die Belegschaft des Mergelsberg-Verlages um einen hochgeschätzten Kollegen.

Von Dirk Rodenbusch

17.12.2020

Uli Hahn †

Uli Hahn †

© Privat

Nachruf für einen lieben Kollegen

BORKEN/ERLE. Uli Hahn zog es im Jahr 1980 aus Leverkusen ins Münsterland. Bei der Borkener Zeitung baute er mit viel Idealismus die erste Lokalsportredaktion im eigentlichen Sinne auf. Das bedeutete: In seinen Anfangsjahren agierte Hahn als Einzelkämpfer. Er tourte an den Wochenenden von Sportereignis zu Sportereignis und war in allen Hallen, auf jedem Sportplatz und nicht zuletzt auf den Reitanlagen ein gern gesehener Gast.

Für seine Kollegen war Uli Hahn gerade in den letzten Jahren vor seinem Ruhestand Ende 2014 auch eine Art Vaterfigur. Einer, der sich nicht nur für ihre Arbeit interessierte, sondern auch für ihre privaten Freuden und Sorgen. Sehr gerne erzählte er von seiner Familie, seiner Frau, den vier Kindern und mittlerweile vier Enkeln. In den 1990er Jahren tat er das sogar — nicht immer zur Freude seiner Lieben — öffentlich im Borkener Stadtanzeiger. Als „Erna Kleinig“ berichtete Hahn in einer Kolumne humorig und zur Freude einer großen Fangemeinde über Alltägliches im Leben einer aus dem Rheinland stammenden Durchschnittsfamilie.

Mir persönlich gab Uli Hahn die Chance, mich als 15-jähriger Schüler als Sportreporter zu beweisen. Später „erlöste“ er mich von meinem Lehramtsstudium und lotste mich zur Borkener Zeitung. Es entwickelte sich eine 25 Jahre andauernde „Arbeitsehe“, die geprägt war von viel Kollegialität und einer noch größeren Freundschaft. Wir erlebten Geschichten, die unvergessen bleiben. Anekdoten, über die wir immer wieder herzlich lachten. Und da ist eine Geschichte, die mir seit seinem Tod nicht mehr aus dem Kopf geht. Es war im Velener Waldstadion, wo er als BZ-Berichterstatter vom Platzsprecher mitten im Spiel per Mikrofon darauf hingewiesen wurde: „Uli, deine Wurst ist fertig…“ Lass sie dir im Himmel schmecken, mein Freund.

Die BZ trauert um Uli Hahn

© Privat

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