BZ-Podcast „Mensch Münsterland“ mit Tony Bauer
Ein Stück Rasen, zwei Bäume und ein Ball: So erinnert Tony Bauer sich im BZ-Podcast „Mensch Münsterland“ an seine Kindheit in Duisburg-Marxloh. Am 16. November bringt der Comedian Geschichten, Songs und Tanz in die Stadthalle Borken.
Tony Bauer tritt am 16. November in Borken auf.
© pd/ Max Koop
BORKEN. Ob aus Auftritten bei „Let‘s dance“, Besuchen in zahlreichen Talkshows oder wegen seiner Bühnenauftritte sowie seinem offenen Umgang mit dem Kurzdarmsyndrom: Tony Bauer unterhält mit seiner lockeren Art immer wieder viele Menschen. Am Montag, 16. November, tritt Bauer erneut in Borken auf. Bereits vor knapp zwei Jahren war er in der Borkener Stadthalle zu Gast.
Damals berichtete er unter anderem mit viel Humor über seine Erkrankung, durch die er mehrfach ins Koma fiel: Nach dem Erwachen habe er auf sein Handy geschaut. 1500 Nachrichten von seinem Freund, wie: „Warum meldest Du Dich nicht?“ „Ich lag im Koma!“ „Warum sagst Du nicht Bescheid?“ Mit solchen Anekdoten unterhält er sein Publikum – immer mit selbstironischer Note.
Vor seinem Auftritt am 16. November in Borken sprach BZ-Redakteur Stephan Werschkull mit Tony Bauer. Das gesamte Gespräch gibt es kostenfrei als Podcast auf der BZ-Internetseite, Spotify und Apple Podcast.
Tony Bauer über…
… den Titel seines Programms „Falschschirmspringer“: Bis jetzt sei er noch nie gesprungen. Aber der Sprung stehe auf seiner Liste. „Ich will einen eigenen Schein machen, nicht nur Tandemspringen“, kündigt er an. Der Name seines Programms komme aber von einem Chirurgen der ihn einen Fallschirmspringer genannt habe. Der Hintergrund: Bauer wird wegen einer Erkrankung über einen Rucksack per Schlauch mit Nahrung versorgt. Früher musste er das Gerät 17 Stunden am Tag tragen, mittlerweile nur noch nachts. „Es ist eine Hommage an die damalige Zeit“, sagt der Comedian heute. Sein Anspruch: „Es soll motivieren und zeigen, dass man ein gutes Leben haben kann, auch wenn man aktuelle schlechte Karten hat.“
… seinen offenen Umgang mit seiner Krankheit: „Am Anfang ist man eher sauer auf alles und jeden.“ Aber das änderte sich ab dem Zeitpunkt, an dem er gemerkt hatte, dass er das Schicksal in der eigenen Hand habe.
„Wenn etwas für mich unfassbar ist, dann mache ich Witze darüber. Wenn etwas sehr, sehr traurig ist, dann schreibe ich Songs darüber und singe die. Und wenn etwas irgendwie mit Worten nicht wiedergegeben werden kann, dann tanze ich das.“
Tony Bauer
… seine Tour: Seine Auftritte seien ein Bericht aus den Höhen und Tiefen seines Lebens, berichtet der Comedian aus dem Ruhrgebiet. „Auch wenn es vielleicht in manchen Momenten nicht nur um den Gag geht, sondern um mein Gefühl, welches ich in der Situation hatte“, erzählt er. „Wenn etwas für mich unfassbar ist, dann mache ich Witze darüber. Wenn etwas sehr, sehr traurig ist, dann schreibe ich Songs darüber und singe die. Und wenn etwas irgendwie mit Worten nicht wiedergegeben werden kann, dann tanze ich das.“ Sein Glück? Dass er in allen drei Disziplinen ein gewisses Talent habe.
… seine Heimat Duisburg Marxloh, die oft negativ in den Schlagzeilen ist: „Zu meiner Zeit war das ähnlich Die meisten Familien hatten wenig.“ Dennoch sei dort wohl die schönste Zeit seines Lebens gewesen. Als Kinder hätte man auch mit wenig viel Spaß haben können. „Wir brauchten nur ein Stück Rasen, zwei Bäume und einen Ball“, erzählt er.
Karten gibt es für 34,35 Euro digital auf der Plattform Eventim. Der Auftritt von Tony Bauer am Montag, 16. November, beginnt um 20 Uhr in der Stadthalle.