Borken

Ausstellung erzählt, wie Frauen die Borkener Geschichte prägten

Über 800 Jahre hinweg haben Frauen die Geschichte Borkens mitgestaltet – von der Kluchtfrau bis zur Ärztin, von der Magd und der Weberin bis zur Unternehmerin. Eine neue Ausstellung im Farb, die am 8. März eröffnet wird, zeigt in ausgewählten Porträts, Biografien und Exponaten, wie Borkener Frauen mit Mut und Pioniergeist Geschichte geschrieben haben.

Von Borkener Zeitung

26.02.2026

Beim Aufbau der Ausstellung (von links): Claudia Biela, Margarethe Kannengießer, Dr. Elke Vieth und Elisabeth Niermann. Zu dem Team, das die Schau im Forum Altes Rathaus Borken (Farb) vorbereitet hat, zählt außerdem Anna-Maria Berg.

Beim Aufbau der Ausstellung (von links): Claudia Biela, Margarethe Kannengießer, Dr. Elke Vieth und Elisabeth Niermann. Zu dem Team, das die Schau im Forum Altes Rathaus Borken (Farb) vorbereitet hat, zählt außerdem Anna-Maria Berg.

© Peter Berger

BORKEN. Die neue Ausstellung „800 Jahre Frauen in Borken – Frauen schreiben Stadtgeschichte“ wird am Sonntag, 8. März, im Beisein von Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing eröffnet. Los geht es um 18 Uhr im Farb, Markt 15. Eine Anmeldung zur Eröffnung ist nicht erforderlich. Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.

Die Ausstellung ist im Anschluss bis zum 31. Mai im Farb (Forum Altes Rathaus Borken) zu sehen. Entstanden ist sie im Rahmen des Jubiläums „Borken 800 – Ein Fest für alle“ und wurde von der Stadt Borken gefördert, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Borken. Das Farb präsentiert bis zum Sommer mehrere Ausstellungen, die im Zusammenhang mit Bürgerprojekten zum Jubiläumsjahr realisiert wurden. Die Ausstellung zur Frauengeschichte ist eine davon.

Seit über 800 Jahren haben Frauen die Geschichte Borkens mitgestaltet. Von der Kluchtfrau bis zur Ärztin, von der Magd und der Weberin bis zur Unternehmerin leisteten sie einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung in vielen Bereichen des städtischen Lebens. Die Ausstellung zeigt in ausgewählten Porträts, Biografien und Exponaten anschaulich, wie Frauen in Borken und darüber hinaus mit Mut und Pioniergeist Geschichte geschrieben haben.

Über die Text- und Bildporträts hinaus wurde die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Projektteam von Borken 800 auch digital erweitert. Auf der Website zum Jubiläum sind unter dem Stichwort „800 Jahre Frauen…“ umfangreiche zusätzliche Materialien zu finden, die von den Initiatorinnen der Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Rahmenprogramm mit Familienfest

Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm, das von den beteiligten Gruppen Soroptimist International, kfd St. Remigius und Frauennetzwerk Borken organisiert wird. Geplant sind zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit heute in der Öffentlichkeit engagierten Frauen.

Zudem laden die Gruppen am 8. März von 11 bis 17 Uhr zu einem Aktionstag für Frauen ins Kapitelshaus. Dazu gibt es ein paar musikalische Programmpunkte. Acht verschiedene Frauengruppen und Initiativen stellen sich vor und laden zum Kennenlernen und Netzwerken ein. Der große Saal des Kapitelshauses verwandelt sich in ein Café, dazu gibt es internationale Spezialiäten. Dabei sein werden Frauen unter anderem aus dem Libanon und aus der Ukraine.

Die einzelnen Termine sind dem Veranstaltungskalender der Stadt Borken zu entnehmen.

Die Zeichnung von Maria Glenz zeigt die Schrifstellerin Ilse Margarete Asta Helene von Stach, geboren am 17. Februar 1879 im Haus Pröbsting.

Die Zeichnung von Maria Glenz zeigt die Schrifstellerin Ilse Margarete Asta Helene von Stach, geboren am 17. Februar 1879 im Haus Pröbsting.

© pd/Maria Glenz

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