Alle Artikel zum Thema: Prozesse

Prozesse

Im Streit um das US-Geburtsrecht hat Präsident Donald Trump vor dem obersten US-Gericht in einem wegweisenden Urteil eine Niederlage kassiert. Kinder, die in den Vereinigten Staaten zur Welt kommen, erlangen weiterhin automatisch die US-Staatsbürgerschaft, wie der Supreme Court entschied.

Im Prozess nach dem Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg, die im Türkeiurlaub mit Insektiziden vergiftet wurde, ist der Betreiber des Hotels zu 13 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt worden. Der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma, dessen Sohn und ein Mitarbeiter der Firma erhielten Haftstrafen zwischen 18 Jahren und 12 Jahren und 2 Monaten.

Das Landgericht Magdeburg hat gegen den Todesfahrer vom Weihnachtsmarkt wegen des Anschlags von 2024 mit sechs Toten die Höchststrafe verhängt. Es verurteilte den Angeklagten aus Saudi-Arabien unter anderem wegen Mordes zu lebenslanger Haft und stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Eine Anordnung der Sicherungsverwahrung bleibt vorbehalten.

Der Bayer-Konzern hat in den milliardenschweren Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten in den USA einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht des Landes erzielt. Dem Urteil zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebs-Warnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden.

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist laut norwegischen Medien für eine Reihe von Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das berichteten die Zeitungen „Verdens Gang“ und „Aftenposten“ übereinstimmend.

In einem Prozess in Frankreich ist der in Deutschland bereits wegen dreifachen Kindsmordes verurteilte sogenannte Maskenmann wegen eines weiteren Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht im westfranzösischen Nantes sprach den 55-jährigen deutschen Serientäter Martin N. wegen des Mordes an dem damals zehnjährigen Jonathan im April 2004 schuldig, wie die Zeitungen „Le Parisien“, „Le Figaro“ und weitere französische Medien aus dem Gerichtssaal berichteten.

Für den Terroranschlag auf feiernde Menschen in Bielefeld ist der Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach den 36-jährigen Syrer wegen vierfachen versuchten Mordes schuldig, stellte die besondere Schwere seiner Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an.