Politik Inland
Jemen: Regierung bringt Separatistengebiete unter Kontrolle
Nach dem Abzug der Emirate gewinnt die Regierung im Jemen Gebiete von Separatisten zurück. Ein militärischer Erfolg - auch für Riad.
Nach dem Abzug der Emirate gewinnt die Regierung im Jemen Gebiete von Separatisten zurück. Ein militärischer Erfolg - auch für Riad.
Der sogenannte Südliche Übergangsrat strebt eine Abspaltung südlicher und östlicher Gebiete an. Nun kündigt er eine Volksabstimmung an und setzt damit auch Saudi-Arabien weiter unter Druck.
Es ist ein komplexer, verheerender Konflikt, durch den das verarmte Land auf der Arabischen Halbinsel steuert. Zwei eigentlich verbündete Golfstaaten sind dort nun gefährlich nah aneinandergeraten.
Eigentlich kämpfen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate im Jemen gemeinsam gegen die Huthi-Miliz. Könnte zwischen ihnen im Land eine neue, heiße Front entstehen?
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Abzug ihrer verbliebenen Truppen aus dem Jemen angekündigt. Der Schritt erfolge „angesichts der jüngsten Entwicklungen“ im Land, teilte das emiratische Verteidigungsministerium der Staatsagentur WAM zufolge mit.
Im Jemen hat die Regierung das Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Kampf gegen die Huthi für beendet erklärt und den sofortigen Abzug emiratischer Truppen gefordert. Das erklärte der Präsidialrats-Vorsitzende Raschad al-Alimi in einer Ansprache. Das Bündnis der Regierung und Saudi-Arabiens mit den Emiraten im Kampf gegen die Huthi ist damit faktisch beendet und der Konflikt der eigentlichen Verbündeten überraschend eskaliert.
Die Huthi-Miliz im Jemen droht Israel wegen der Anerkennung von Somaliland als Staat. Der UN-Sicherheitsrat kommt zur Dringlichkeitssitzung zusammen. Derweil trifft Israels Premier US-Präsident Trump.