Gastronomen zeigen Verständnis und hoffen auf klare Aussagen
Die Regierung hat beschlossen, dass die Gastronomien weiterhin geschlossen bleiben müssen. Was denken die Wirte darüber? Und auch die meisten Schützenfeste können nicht stattfinden. Wir haben mit den Schützenvereinen gesprochen.
WESEKE/REKEN. Wir haben mit Ludger Enning vom Gasthof Enning in Weseke und mit Werner Knüver von der Gaststätte „Zum Mötken“ in Groß Reken gesprochen.
„Uns fehlen die Perspektiven“
Für Gasthof-Betreiber Ludger Enning ist es die richtige Entscheidung, die gastronomischen Betriebe weiterhin geschlossen zu halten. Aber es stört ihn, dass es aktuelle keine Perspektiven gibt: „Ich hätte mir gewünscht, dass wir erfahren, ob wir im Mai, Juni oder Juli wenigstens die Außengastronomie wieder starten dürfen.“
Zurzeit arbeiten nur noch Ludgers Frau Annette, sein Sohn und er selbst: „Uns würde sonst die Decke auf den Kopf fallen, und wir wollen natürlich weiterhin für die Kunden da sein.“ Der Gastronom hat, wie viele andere, einen Abholservice eingerichtet. Dieser komme auch gut an und man würde so wenigstens 20 Prozent des Umsatzes wieder reinholen. Enning fragt sich nun aber, wie es nach der Pandemie weitergeht. „Die Umsätze, die jetzt wegfallen, fehlen weiterhin,“ erklärt er. Seine Idee: Man könne statt der jetzigen 19 Prozent Mehrwertsteuer, die Steuer auf sieben Prozent senken. Diese sieben Prozent würden aktuell auch für den Außerhaus-Betrieb gelten. „Zu wissen, wann wir öffnen dürfen, ist nicht nur für uns wichtig, sondern auch für die Kunden,“ erklärt er. Geburtstage und Hochzeiten würden abgesagt, die im Mai oder Juni stattfinden sollten.

Ludger Enning, Betreiber des Gasthof Enning in Weseke
© Schönherr
Wirt hofft auf Neustart im Mai
Ich bin im Moment noch recht entspannt“, sagt Werner Knüver, der Betreiber der Groß Rekener Gaststätte „Zum Mötken“. Sicherlich sei der Ausfall der Einnahmen aufgrund der Corona-Beschränkungen nur schwer zu kompensieren. „Aber unser Lieferservice fängt es ein bisschen wieder auf.“ Knüver lobt die Hilfen vom Staat. „Die kommen auch zügig an.“
Der Wirt zeigt Verständnis dafür, dass derzeit unklar ist, wann er wieder öffnen kann. „Aber natürlich wäre eine klare Ansage super.“ Knüver hofft auf einen Neustart im Mai. „Vielleicht ist das ja möglich, wenn Auflagen mit strengen Hygienestandards, Abstandsregeln und einer begrenzten Zahl der Gäste in den Räumen eingehalten werden“, sagt er. Zudem sei er gespannt auf die Entscheidung, wann Veranstaltungen in welcher Größenordnung wieder genehmigt werden. „Wir haben ja auch einen Partyraum. Viele Gaststätten zehren von Geburtstagen und anderen Feiern. Da ist die Frage, wie das über den Sommer und darüber hinaus gehandhabt wird.“ Klar ist für Knüver aber auch: „Vorher muss erstmal die Kontaktsperre wieder aufgehoben werden.“

Werner Knüver, der Betreiber der Gaststätte „Zum Mötken“ in Groß Reken.
© Schulze
Schützen haben Verständnis – Maria Veen hofft noch

© Schulze