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Der größte Roboterhändler in Nordrhein-Westfalen

Im Magazin „Spezi“ stellt die Borkener Zeitung besondere Unternehmen aus der Region vor - echte Spezialisten auf ihrem Gebiet. Heute: die reQutec GmbH.

Von Claudia Feld

19.01.2026

Die reQutec GmbH hat ihren Sitz in Burlo.

Die reQutec GmbH hat ihren Sitz in Burlo.

© PD

Die reQutec GmbH hat ihren Firmensitz in Burlo. Was genau machen Sie hier?

„Wir kaufen und verkaufen Industriemaschinen“, sagt Firmengründer Sven Schulten. Dazu gehören vor allem Roboter. In Burlo werden die Maschinen aufgearbeitet und dann mit neuer Gewährleistung an Industrieunternehmen verkauft. Vor zehn Jahren hat Sven Schulten das Unternehmen gegründet. Ausgebildet ist er als Fachkraft für Lagerlogistik und als Berufskraftfahrer. Relativ früh kam aber der Traum von der Selbstständigkeit. Mit 22 Jahren gründete er die reQutec GmbH.

Wo bekommen Sie die Maschinen und Roboter her?

„Viele Roboter beziehen wir aus der Automobilbranche“, erzählt Sven Schulten. Hier werden die Roboter, die an den Fertigungslinien für Autos eingesetzt werden, in einem regelmäßigen Turnus ausgetauscht. „Es werden dann ganz neue Fertigungslinien aufgebaut und alle Maschinen ausgetauscht“, weiß der Burloer Unternehmer. Kenntnis von ausrangierten Maschinen erhält Sven Schulten über Ausschreibungsportale. „Man gibt dort sein Gebot ab und entweder erhält man den Zuschlag für die Maschinen oder nicht.“

Anna Lena Lütkenhorst, Sven Schulten, Timo Lütkenhorst und Hund Bradley bilden die reQutec GmbH.

Anna Lena Lütkenhorst, Sven Schulten, Timo Lütkenhorst und Hund Bradley bilden die reQutec GmbH.

© Claudia Feld

Wie gehen Sie dann mit den Maschinen um?

„Die Elektronik wird schon im Werk entfernt. Wenn wir die Maschinen bekommen, fahren wir hin und demontieren sie. Die Maschinen kommen dann in unsere Halle in Burlo und hier werden sie überprüft und aufgearbeitet“, erklärt Sven Schulten. In einem weiteren Schritt werden die Maschinen dann zum Verkauf angeboten. „Das meiste läuft online über unsere Homepage“, berichtet der 32-Jährige. Vom kleinen Handwerksunternehmen bis zum großen Industriekonzern reichen die Kunden des Burloer Unternehmens.

Sie sind nicht nur in Deutschland tätig. Wo noch?

Im Prinzip weltweit, erzählt Sven Schulten. Viele der Maschinen bezieht er aus Süddeutschland, da hier viele Autobauer ihren Sitz haben. „Wir haben schon Maschinen in die USA, nach Indien und China geschickt“, berichtet der Burloer. Viele der Industriemaschinen und Roboter bleiben aber auch in Deutschland und in Europa.

Der größte Roboterhändler in Nordrhein-Westfalen

© PD

Welche Vorteile haben die Kunden bei Ihnen?

Als Verkäufer sei der Vorteil, dass die Unternehmen für ihre ausrangierten Maschinen und Roboter noch etwas Geld bekommen, sagt Sven Schulten. „Wer bei uns eine Maschine kauft, liegt in der Regel 50 bis 60 Prozent unter dem Neupreis.“ Die Firmen sparen also viel Geld, wenn sie einen aufgearbeiteten Roboter aus Burlo kaufen. „Wir sind hier sehr nachhaltig unterwegs, weil die Maschinen sehr gut intakt sind und nach der Aufarbeitung praktisch wie neu. Sie werden dann weiterverwendet und es werden keine Ressourcen verbraucht, um neue Maschinen zu bauen“, sagt Sven Schulten. So habe auch die Umwelt einen Nutzen von der Wiederverwendung.

Welche Vorteile haben die Kunden noch bei Ihnen?

„Wir haben mehr als 400 Roboter auf Lager und können innerhalb weniger Stunden eine voll einsatzfähige Maschine zusammenstellen und liefern“, sagt Sven Schulten. Die Maschinen, die nicht mehr aufgearbeitet werden können, werden für das Ersatzteillager ausgeschlachtet. „Wir haben mehr als 1000 Ersatzteile auf Lager und können auch diese innerhalb weniger Stunden bereitstellen.“ Deshalb dürfe sich das Burloer Unternehmen als größter Roboterhändler in Nordrhein-Westfalen bezeichnen. Im Angebot gibt es verschiedene Marken von Robotern und Maschinen, wie KUKA, ABB, Stäubli, Epson oder Motoman, berichtet Geschäftsführer Sven Schulten.

Mehr als 400 Roboter hat das Unternehmen auf Lager.

Mehr als 400 Roboter hat das Unternehmen auf Lager.

© PD

Sie sind ein kleines Familienunternehmen. Wer gehört zum Team mit dazu?

Gegründet wurde das Unternehmen vor zehn Jahren von Sven Schulten. Der Burloer hat sich damit seinen Traum von der Selbstständigkeit erfüllt - mit gerade einmal 22 Jahren. Seit vier Jahren unterstützt ihn sein Cousin Timo Lütkenhorst als Demontageleiter. Der 24-Jährige hat eine Ausbildung als Nutzfahrzeugmechatroniker abgeschlossen und kümmert sich auch um die Ausarbeitung der Maschinen. Im Büro und als Assistentin der Geschäftsleitung ist Sven Schultens Lebensgefährtin Anna Lena Lütkenhorst im Unternehmen tätig. „Unser Hund Bradley sieht sich gern als Boss und ist immer mit dabei“, erzählt Sven Schulten und lacht. „Wir sind ein junges und dynamisches Team.“

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