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BZ-Abendsprechstunde zum Thema Refluxerkrankungen

Borken. Ein saures Aufstoßen, unangenehmes Sodbrennen, schlechter Geschmack und Brennen im Rachenraum... – diese Symptome können auf eine Refluxerkrankung hindeuten, die – bleibt sie unbehandelt – zu ernsthaften gesundheitlichen Einschränkungen bis hin zu einer Krebserkrankung führen können.

Von Edgar Rabe

08.04.2026

Dr. Markus Bourry (l.) und Dr. Alexander Brock besprechen mit einer Patientin den weiteren Behandlungsverlauf. Die Frau hat sich im Refluxzentrum Borken untersuchen und behandeln lassen.

Dr. Markus Bourry (l.) und Dr. Alexander Brock besprechen mit einer Patientin den weiteren Behandlungsverlauf. Die Frau hat sich im Refluxzentrum Borken untersuchen und behandeln lassen.

© Klinikum Westmünsterland

„Reflux“ steht im Mittelpunkt der nächsten BZ-Abendsprechstunde in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Westmünsterland am kommenden Mittwoch, 15. April, im großen Saal der Stadthalle Vennehof. Moderator Edgar Rabe hat an diesem Abend zwei Chefärzte zu Gast, die gleichzeitig das am Borkener Krankenhaus angesiedelte Refluxzentrum des Klinikums leiten. Dr. Alexander Brock, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am St.-Marien-Hospital Borken, arbeitet im Refluxzentrum eng mit Dr. Markus Bourry, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Koloproktologie, zusammen. Beide Ärzte werden in der BZ-Abendsprechstunde das Publikum umfassend über Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten im Borkener St.-Marien-Hospital informieren und die Fragen rund um Reflux und auch Erkrankungen weiterer Bauchorgane beantworten.

„Sodbrennen“ kennen viele Menschen. Bei leichter Ausprägung helfen bereits Bullrich Salz und Co., doch oft reichen solche lindernden Substanzen nicht aus. Nehmen die Symptome und Beschwerden zu, ist der Arzt gefordert: „Hauptursache für eine Refluxerkrankung ist in der Regel eine gestörte Barrierefunktion des Magenschließmuskels. Das entsteht nicht selten durch falsche Ernährung. Die Folge ist eine unnatürliche Säurebelastung der Speiseröhre. Ein Reflux kann aber auch durch eine eingeschränkte Bewegungsfunktion der Speiseröhre oder infolge bestimmter Krankheiten oder operativer Eingriffe entstehen“, erklärt Dr. Alexander Brock.

Dr. Alexander Brock

Dr. Alexander Brock

© Klinikum Westmünsterland

Besteht der Verdacht einer Refluxerkrankung, stehen dem Gastroenterologen im Refluxzentrum unterschiedliche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

„Es beginnt mit einer Spiegelung von Speiseröhre und Magen. Sind dadurch typische Veränderungen der Schleimhaut, die Refluxösophagitis, nachweisbar, kann die eindeutige Diagnose Reflux gestellt werden“, so Dr. Brock weiter. Weitere – auf die Diagnose aufbauende – Untersuchungsmethoden sind die pH-Metrie und Impedanzmessung. Mit der pH-Metrie kann das Zurücklaufen von saurem Mageninhalt nachgewiesen werden. Die Impedanzmessung dient dagegen dazu, den Reflux von nicht-saurem Mageninhalt zu erfassen. Auch Druckmessungen der Speiseröhre werden vorgenommen, um die spätere optimale Behandlungsform zu wählen. Reicht konservative Therapie nicht aus, kann Chirurg Dr. Bourry unterstützen. „Wenn eine medikamentöse Dauertherapie erforderlich ist oder ein bestimmter Typ des Zwerchfellbruchs vorliegt oder die Medikamente nicht vertragen werden, kann eine Operation erforderlich sein. Diese wird mittels minimalinvasiver Techniken vorgenommen, erklärt der Chef-Chirurg.

„Ein Reflux kann auch durch eine eingeschränkte Bewegungsfunktion der Speiseröhre oder operative Eingriffe entstehen.“Dr. Alexander Brock, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am St.-Marien-Hospital Borken

„In unserem Refluxzentrum arbeiten verschiedene Fachabteilungen zusammen. Alle beteiligten Experten halten engen Kontakt und besprechen den jeweils erfolgversprechendsten Therapieweg für die Patienten in enger Abstimmung“, betont das Klinikum. Dabei bestimme der Schweregrad der Erkrankung, welche Schritte im Einzelfall bei einer Refluxerkrankung notwendig werden.

Bleibt eine solche Refluxerkrankung unbehandelt oder wird sie nur unzureichend therapiert, kann sie auch zu Folgeerkrankungen führen. So kann Reflux beispielsweise zu Asthma führen und in manchen Fällen auch Speiseröhrenkrebs verursachen.

Dr. Markus Bourry

Dr. Markus Bourry

© Klinikum Westmünsterland

Mit dem Thema „Refluxerkrankungen“ widmet sich die nächste BZ-Abendsprechstunde einem Krankheitsbild, von dem etwa 20 Prozent der Menschen in Deutschland in unterschiedlicher Ausprägung betroffen sind.

Lassen Sie sich informieren und stellen Sie Ihre Fragen an die beiden Chefärzte, wenn es am kommenden Mittwoch, 15. April, ab 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr) wieder heißt: „Herzlich willkommen bei der BZ-Abendsprechstunde in der Stadthalle Vennehof.“ Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist wie immer gratis.

Die Referenten

Dr. Alexander Brock, Leiter des Refluxzentrums am St.-Marien-Hospital, hat nach dem Studium der Physik und Chemie in Bielefeld Humanmedizin in Budapest und Göttingen studiert. Im Kreiskrankenhaus Tuttlingen absolvierte der gebürtige Bochumer sein praktisches Jahr. Nach der Dissertation war er als Assistenzarzt im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt und später als Oberarzt in der Medizinischen Klinik II des Klinikum Wetzlars. Seit 2011 war Dr. Brock Chefarzt der Inneren Abteilung/Gastroenterologie am Krankenhaus Maria Hilf in Stadtlohn. 2017 wechselte er nach Borken und ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Borkener Krankenhauses. Hier hat er gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Markus Bourry das Refluxzentrum des Klinikums aufgebaut und ist dessen Leiter. Der Gastroenterologe. Unter anderem hat Dr. Brock Zertifikate Gastroenterologische Infektionen in der Gastroenterologie erworben.

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Dr. Markus Bourry studierte Humanmedizin an der Reichsuniversität Antwerpen sowie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Dr. Bourry startete seine berufliche Laufbahn in Bergisch Gladbach. Weitere Stationen waren zunächst Köln, wo er in der Chirurgischen Durchgangsarzt-Praxis Köln Mülheim, Dr. M Kubosch, und im Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk tätig war, sowie Gummersbach. Dort sammelte der Arzt weitere Praxiserfahrungen in der Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Im Jahr 2004 promovierte Dr, Bourry an der Universität Heidelberg. Seit nunmehr 20 Jahren ist Dr. Markus Bourry der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Koloproktochirurgie am St.-Marien-Hospital Borken. Im Jahr 2007 erwarb Bourry die Anerkennung der Zusatzbezeichnung Proktologie.

Heute ist Dr. Bourry auch der stellvertretende Leiter des Refluxzentrums in Borken und der Ärztliche Direktor des Hauses.

BZ-Abendsprechstunde

Die BZ-Abendsprechstunde findet statt am Mittwoch, 15. April, ab 18.30 Uhr (Einlass 18 Uhr) in der Stadthalle Vennehof. Der Eintritt ist frei.