MehrSport

Heimischer Sport trauert um Hans-Georg Zurhausen

Nachruf

Samstag, 9. Januar 2021 - 10:21 Uhr

von Dirk Rodenbusch

Der heimische Sport trauert um Hans-Georg Zurhausen. Er starb am Mittwochmorgen im Alter von 81 Jahren.

Foto: BZ-Archiv

Hans-Georg Zurhausen †

KREIS BORKEN. Hans-Georg „Hansi“ Zurhausen ist tot. Er starb am frühen Mittwochmorgen im Alter von 81 Jahren nach langer, schwerer Krankheit. Zurhausen hat sich unermüdlich und auf verschiedensten Ebenen um den Sport im Kreis Borken verdient gemacht hat.

Ganz besonders am Herzen lag dem Gemener der Reitsport. Bereits im Alter von zwei Jahren saß der aus einer Reiterfamilie stammende Kriminalhauptkommissar a.D. zum ersten Mal auf einem Pferd und war insgesamt 20 Jahre lang im Turniersport aktiv. Im Alter von 28 Jahren begann Zurhausen seine Funktionärstätigkeit im Sport. Zunächst vertrat er die aktiven Reiterinnen und Reiter im Vorstand des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Borken, später übernahm er für 20 Jahre den Vorsitz des Vereins. In dieser Zeit konnte unter anderem der Bau der zweiten großen Reithalle realisiert werden. 1992 wurde Hans-Georg Zurhausen Vorsitzender des Kreisreiterverbandes Borken, den er bis ins Jahr 2015 anführte. Bei seinem Abschied wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Dass Zurhausen auch immer gerne über den sportlichen Tellerrand hinausblickte, beweist die Tatsache, dass der passionierte Reiter 1997 zum Präsidenten des Kreissportbundes (KSB) Borken gewählt wurde. Um dort ähnlich engagiert wie in der Reiterei auch sämtliche anderen Sportarten zu vertreten, was ihm in seiner Amtszeit immer wieder eindrucksvoll gelang. Die endete im Mai 2017 mit seinem altersbedingten Rücktritt und mit dem Ergebnis, dass er – wie bei den Reitern – auch beim KSB zum Ehrenvorsitzenden wurde.

Vor allem Bodenständigkeit und Bescheidenheit waren Zurhausens Ding – was ihn aber nicht vor hohen Ehrungen „bewahrte“: So wurde er unter anderem mit der Silbernen Verdienstplakette des Pferdesportverbandes Westfalen (1987), der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen für herausragendes Ehrenamt im Sport (2011) und nicht zuletzt mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1995) ausgezeichnet.

Den Freunden des Reitsports wird aber sicherlich vor allen Dingen eines bestens in Erinnerung bleiben: „Hansis“ sonore Stimme am Mikrofon – als Sprecher bei unzähligen Turnierveranstaltungen im Kreis.