Nach Leichenfund in Gescher: 42-Jähriger Ehemann angeklagt
Anfang dieses Jahres ist in Gescher eine weibliche Leiche gefunden worden. Zuvor war die Frau vermisst gemeldet und gesucht worden. Ihr Ehemann steht in Verdacht, die Frau getötet zu haben und muss sich vor Gericht verantworten.
Staatsanwaltschaft geht von Totschlag aus
GESCHER. Die Staatsanwaltschaft Münster hat gegen den am 9. Januar 2024 vorläufig festgenommenen 42-jährigen Angeschuldigten aus Gescher Anklage wegen des Verdachts des Totschlags erhoben. Gegenstand der Anklageschrift ist laut Pressemitteilung der Vorwurf, dass der Angeschuldigte am 20. Dezember 2023 seine Ehefrau in dem gemeinsam bewohnten Haus in Gescher getötet haben soll. Nach dem Vorwurf der Anklageschrift soll der Angeschuldigte im Verlauf des Vormittags des 20. Dezember 2023 seine Ehefrau mittels eines Frotteegürtels erdrosselt haben. Anschließend soll er den Leichnam seiner Frau in eine Decke eingeschlagen, sodann in zwei blaue Müllsäcken verstaut und noch am selben Tag in einem Waldstück östlich der Autobahn A 31 abgelegt haben.
Angeklagter bestreitet die Tat
Wie berichtet, wurde der Leichnam am 9. Januar im Rahmen von polizeilichen Suchmaßnahmen gefunden. Der Angeschuldigte bestreitet die Tat, so die Staatsanwaltschaft. Daher sei ein mögliches Motiv für die dem Angeschuldigten vorgeworfene Tötung bislang nicht eindeutig festzustellen. Nach dem Abschluss ihrer Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Hintergründe für das angeklagte Tatgeschehen in der – nach Bewertung der Staatsanwaltschaft – zerrütteten Ehe liegen dürfte. Der bislang nicht vorbestrafte Angeschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Das Landgericht hat über die Zulassung der Anklageschrift und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Für den Angeschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung, so die Mitteilung.
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