„Zurück in die Steinzeit?“

Von Herbert Moritz (aus Heek)

Leserbrief zum Leserbrief vom 17. Januar, Kreisseite: „Der Bürger wird gegängelt“. Thema: Die grüne Kreistagsfraktion beantragt eine rechtliche Klärung der Kreisverwaltung zu grünen Gärten statt Steinbeeten.

„Zurück in die Steinzeit?“

Grüne Vorgärten statt Schotter und Kies: Die Grünen möchten vom Kreis eine rechtliche Klärung.

Was will man mit der Aufzählung technischer Details wie der einer Windkraftenergie-Anlage bewirken? Ebenso könnte man die negativen Begleiterscheinungen von 400 Meter tiefen Braunkohlelöchern und ihren CO2- Dreckschleudern, den Kohlekraftwerken, von Fracking, die ungelösten Probleme der Endlagerung von kerntechnischen Abfällen, die schwerwiegenden Spätfolgen des Steinkohlebergbaus, das Verheizen fossiler Brennstoffe und mehr aufzählen und instrumentalisieren.

Was soll der Quatsch, Familie Althoff? Ja, es stimmt, die bis Ende März 2019 in Deutschland installierten 30.518 WE-Anlagen beanspruchen Flächen, die versiegelt werden.

Sie verschandeln durchaus das Landschaftsbild, und sie töten auch einen bestimmten Prozentsatz an Insekten und Vögeln. All dieses passt mir als Naturschützer selbstverständlich auch nicht, aber eine Kröte muss man schlucken, weil es einfach nicht egal ist, welche Energie/Stromquelle hinter der Steckdose sitzt. An Windräder kann man sich gewöhnen. Auch sie werden nur eine befristete Übergangslösung darstellen, zu ökonomisch und ökologisch noch weitaus wertvolleren Innovationen der Energiegewinnung in der Zukunft der Menschheit.

Wichtig scheint mir hier vor allem eines festzuhalten, durch die WE-/Fotovoltaikanlagen ist es wieder gelungen, eine dezentrale Energieversorgung aufzubauen, und zwar dort, wo die Menschen leben und wo die Wertschöpfung vor Ort erfolgen kann. Das war bisher nicht der Fall. Alle Aktivitäten in den weiteren Ausbau der Energiequellen sollen auf das Gemeinwohl abzielen, so dass nicht nur die profitieren, die investieren, sondern alle. Und das ist bisher nicht der Fall, da alle sozial schwachen Bürger mit geringen Einkommen über den Strompreis derzeit noch die Profite derer mitfinanzieren, die es sich leisten können, in diese neuen Energiequellen zu investieren.

Hier geht es zum Leserbrief „Der Bürger wird gegängelt“.