Über Leserbrief „zutiefst empört“

Von Ben Berger, Pia Döking, Anna Fortmann, Lisa Hellenkamp, Noemi Hessefort, Edwin Meier, Kate Penker, Carolin Thesing, Annika Zimmermann

Leserbrief zum Leserbrief „Nicht Maria 2.0, sondern Eva 2.0“.

Über Leserbrief „zutiefst empört“

+++Symbolbild+++

Wir, der EP-Kurs der katholischen Religionslehre des Gymnasiums Remigianum, haben uns im Unterricht mit dem Leserbrief ,,Nicht Maria 2.0, sondern Eva 2.0“ von Josef Baumeister beschäftigt. Wir sind zutiefst empört über den äußert kritisierenden, wenn nicht sogar beleidigenden Inhalt des Kommentars und möchten uns im Folgenden dazu äußern. Zunächst sagt Herr Baumeister, dass er gegen die Missbräuche der Kirche sei, geht dann aber auf das Thema Abtreibung ein, welches hier gar nicht im Zusammenhang steht und somit willkürlich und unsachgemäß mit dem Anliegen von Maria 2.0 in Verbindung gebracht wird. Zudem bezieht er sich auf dogmatische, aber grundsätzlich änderbare Festlegungen, übersieht jedoch, dass Maria 2.0 nicht das ganze System ändern möchte. Im Folgenden greift er das Wort ,,Stolz“ auf. Wir aber fragen uns, ob Herr Baumeister nicht selbst zu stolz ist, einzusehen, dass auch Frauen Rechte haben. Frauen dürfen inzwischen sogar wählen ;) Was das Verständnis der jahwistischen Urgeschichte angeht, unterliegt der Schreiber dem Missverständnis, dass die Minderwertigkeit der Frau grundgelegt ist. Viele Texte der Bibel sind nicht wortwörtlich zu verstehen, Herr Baumeister! Es wäre zudem hilfreich gewesen, das Magnificat zu Ende zu lesen. Schließlich heißt es in Lk 1, 52 „ ...er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen“.