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Zeidler-Gala und zwölf EM-Medaillen geben Rückenwind für WM

Olympiasieger Oliver Zeidler glänzt bei der Ruder-EM mit Rekord-Gold, auch der Deutschland-Achter meldet sich zurück. Insgesamt holt der DRV zwölf Medaillen und blickt positiv Richtung WM.

02.08.2026

Fuhr souverän zum Titel: Oliver Zeidler.  Antonio Calanni/AP/dpa

Fuhr souverän zum Titel: Oliver Zeidler. Antonio Calanni/AP/dpa

© Antonio Calanni/AP/dpa

Als Oliver Zeidler im Ziel des Lago di Varese bereits jubelte, kämpfte seine Konkurrenz noch um die letzten Meter. Der Olympiasieger setzte sich im Einer-Finale bei den Europameisterschaften in Italien souverän durch und feierte nach 2019, 2021 und 2024 seinen vierten EM-Titel. Mit 6:36,39 Minuten stellte der 30-Jährige zudem eine neue europäische Bestzeit auf – nur einen Tag nachdem er den Rekord bereits im Halbfinale verbessert hatte. 

„Heute bin ich wirklich auf Sieg gefahren und nicht auf Zeit“, sagte Zeidler, der seine Goldmedaille aufgrund des nach einem Unwetter gestrafften Zeitplans direkt am Steg entgegennahm. Hinter dem überlegenen Deutschen belegten der unter neutraler Flagge startende Titelverteidiger Yauheni Zalaty und der griechische Weltmeister Stefanos Ntouskos die weiteren Podestplätze. Im vergangenen Jahr hatte Zeidler wegen seines Studiums auf die EM verzichtet.

Generalprobe vor der WM auch für Achter geglückt 

„Jetzt geht es mit breiter Brust nach Amsterdam“, betonte Zeidler, der dem Deutschen Ruderverband (DRV) vor dem WM-Höhepunkt in den Niederlanden eine von einem Dutzend Medaillen bescherte. Cheftrainer Marcus Schwarzrock war daher nicht nur mit einem „überragenden“ Zeidler zufrieden: „Wir haben insgesamt zwölf Medaillen geholt und sind Zweiter in der Medaillenwertung. Das war sicherlich ein großer Schritt nach vorn“, resümierte der Coach. 

Ein Erfolgserlebnis gab es auch für den Deutschland-Achter. Nach zuletzt zwei enttäuschenden vierten Plätzen bei den Weltcups lieferte sich das einstige Paradeboot ein enges Rennen mit Rumänien und gewann Silber vor Gastgeber Italien. „Das Anfangstempo war vielleicht ein bisschen über unseren Verhältnissen. Aber wir können auf dem Ergebnis aufbauen und freuen uns über den Erfolg“, sagte der neu auf die Schlagposition gerückte Frederik Breuer. 

Zugleich ordnete der Schlagmann ein, das mit Großbritannien und den Niederlanden zwei europäische Top-Nationen wegen der Vorbereitung auf die Titelkämpfe in der niederländischen Hauptstadt vom 24. bis 30. August auf einen EM-Start verzichtet hatten. Silber holte Deutschland zum Abschluss der Titelkämpfe auch bei der EM-Premiere im Mixed-Achter und Mixed-Doppelzweier, die künftig olympisch werden könnten.

Starke Bilanz mit kleinen Makeln

Weitere Medaillen gab es für den DRV mit Gold im Para-Mixed-Doppelzweier (PR3) und Silber im nicht-olympischen Leichtgewichts-Männer-Einer. Bereits am Samstag hatte Deutschland sechs Medaillen gewonnen. Gold holten - 13 Jahre nach dem letzten Triumph - der Männer-Doppelvierer, der Para-Mixed-Doppelzweier (PR2) und der Leichtgewichts-Männer-Zweier. Silber ging an den Frauen-Vierer und Frauen-Doppelvierer sowie Bronze an den Männer-Vierer.

Nach 13 Jahren gab es bei einer EM wieder eine Medaille im Männer-Doppelvierer. Antonio Calanni/AP/dpa

Nach 13 Jahren gab es bei einer EM wieder eine Medaille im Männer-Doppelvierer. Antonio Calanni/AP/dpa

© Antonio Calanni/AP/dpa

Drei Wochen vor Beginn der WM offenbarte die EM aber auch noch Defizite. Der Frauen-Zweier, der Frauen-Doppelzweier und auch der Frauen-Achter blieben hinter den Erwartungen zurück. Im Frauen-Einer schied Alexandra Föster bereits im Halbfinale aus. „Es klappt noch nicht alles, aber wir sind auf einem guten Weg. Es wird immer wieder kleine Rückschritte geben, aber die Gesamtstimmung ist gut und die Gesamtrichtung stimmt“, sagte Schwarzrock.

Seine Konkurrenz ließ der 30-Jährige weit hinter sich. Antonio Calanni/AP/dpa

Seine Konkurrenz ließ der 30-Jährige weit hinter sich. Antonio Calanni/AP/dpa

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Oliver Zeidler sicherte sich damit seinen vieren EM-Titel. Antonio Calanni/AP/dpa

Oliver Zeidler sicherte sich damit seinen vieren EM-Titel. Antonio Calanni/AP/dpa

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