Wüst sagt München Unterstützung zu: „Gemeinsame Aufgabe“
Nordrhein-Westfalen wird keine Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ausrichten. Deutschlands Bewerber ist München. Ministerpräsident Hendrik Wüst zeigt sich als guter Verlierer.
Ministerpräsident Hendrik Wüst (r) sagt München Unterstützung zu.Marijan Murat/dpa
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Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat dem deutschen Olympia-Bewerber München seine volle Unterstützung zugesagt. „Wir wollen gemeinsam Olympische Spiele nach Deutschland holen. Das ist unsere gemeinsame Aufgabe, da legen wir uns jetzt voll ins Geschirr“, sagte der CDU-Politiker nach der Abstimmung in Baden-Baden.
München hatte sich bei der deutschen Bewerbung um Olympia 2036, 2040 oder 2044 gegen Köln-Rhein-Ruhr durchgesetzt. Die Enttäuschung beim Konkurrenten war entsprechend groß. „Wir haben ein tolles Konzept hingelegt. Wir waren in vier von sieben Bewertungskategorien vorn, in der Gesamtbewertung München eine Nasenspitze“, sagte Wüst. Er sei aber sehr stolz auf den gemeinsam gegangenen Weg. Schon vor der finalen Bekanntgabe hatte der 51-Jährige seine Hilfe im Falle einer Niederlage zugesagt.
Wüst: „Der Sport hat gewonnen“
„Der Sport hat gewonnen. Wir wollen unseren Beitrag leisten, Olympische Spiele nach Deutschland zu holen, unseren Kindern das Geschenk zu machen, Olympia im eigenen Land zu erleben“, sagte Wüst.
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester sieht das ähnlich. „Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln und München für die bestmöglichen Chancen im internationalen Wettbewerb zu unterstützen“, sagte der SPD-Politiker, erklärte aber auch: „Natürlich hätten wir uns heute ein anderes Ergebnis gewünscht. Köln-Rhein-Ruhr hat mit großer Leidenschaft für seine Idee von nachhaltigen, inklusiven und mitreißenden Spielen gekämpft.“
Enttäuscht zeigte sich auch Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons. Es mache traurig. „Wir haben viel dafür gegeben. Viele Aachener und Aachenerinnen haben mit viel Herzblut für Olympia geworben“, sagte der CDU-Politiker im „WDR“.
Ziemons: „Lag nicht am Reitsport“
Und er machte auch gleich klar, dass der Reitsportstandort gerade nach der im August sehr erfolgreichen Weltmeisterschaft bestens prädestiniert gewesen wäre. „Wir haben gezeigt, dass wir es können und ich darf auch sicher sagen, am Reitsport hat es nicht gelegen, dass es nicht Köln-Rhein-Ruhr geworden ist. Wir hatten gerade die Welt zu Gast und haben gezeigt, dass wir tolle Gastgeber und Gastgeberinnen sind“, betonte Ziemons.
Die letzten Titelkämpfe seien ein echtes Sommermärchen mit 60 Nationen und 500.000 Menschen gewesen, welches man gern weitergeführt hätte. Nun gelte es, sich zu schütteln. „Wir werden sicherlich großen Reitsport in Aachen jedes Jahr möglich machen“, betonte er, wenn auch „ohne olympische Ringe. Wir drücken München natürlich die Daumen und wünschen alles Gute“.
Köln Rhein Ruhr wird nicht Olympia-Bewerber.Christoph Reichwein/dpa
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