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„Wagner raus“-Rufe: Frust und Pfiffe beim 1. FC Köln

Der 1. FC Köln bleibt zu Hause in dieser Saison ungeschlagen, doch der Frust der Fans nimmt zu. Beim 0:0 gegen den FC Schalke 04 hallen „Wagner raus“-Rufe durchs Stadion.

25.10.2026

Gegen Trainer René Wagner wurden „Wagner raus“-Rufe und Pfiffe laut.Marius Becker/dpa

Gegen Trainer René Wagner wurden „Wagner raus“-Rufe und Pfiffe laut.Marius Becker/dpa

© Marius Becker/dpa

Die Stimmung auf den Rängen beim 1. FC Köln wird rauer. Beim torlosen Remis gegen den FC Schalke 04 bekam Trainer René Wagner den Frust einiger Anhänger deutlich zu hören. Schon nach der Auswechslung von Mikey Moore in der 68. Minute schallten „Wagner raus“-Rufe durchs Stadion. Nach dem Abpfiff legten die Fans nach: Zu einem Pfeifkonzert kamen erneut und noch lautere Rufe gegen den Coach.

„Die Erwartungshaltung hier im Stadion ist riesig. Es ist ein Privileg, hier arbeiten zu dürfen. Bei solchen Vereinen möchte man als Trainer arbeiten. Nichtsdestotrotz gehört es dazu, dass wir zu Hause versuchen, so ein Spiel zu gewinnen. Das haben wir getan“, sagte Wagner zum Fan-Frust und sah insgesamt „ein gerechtes 0:0“, betonte aber zugleich: „Am Ende fühlt sich der Punkt vielleicht zu wenig an.“ 

El Mala nimmt Wagner in Schutz

Derweil beschäftigte auch die Spieler die Situation rund um die Trainer-Kritik. „Ich kann das nicht verstehen. Es ist emotional, da kommt so etwas zustande. Aber da müssen wir drüberstehen, müssen bei uns bleiben und das ausblenden“, sagte Luca Waldschmidt, der vor allem mit dem Auftritt in der zweiten Halbzeit bedient war. „Es hat sich alles langsam und träge angefühlt. Wir sind gar nicht in die Tiefe gekommen“, kritisierte der Stürmer deutlich. 

Der Frust nach dem 0:0 gegen Schalke war auch bei Kölns Said El Mala zu spüren. Marius Becker/dpa

Der Frust nach dem 0:0 gegen Schalke war auch bei Kölns Said El Mala zu spüren. Marius Becker/dpa

© Marius Becker/dpa

Wieder einmal war Said El Mala einer der wenigen Kölner Lichtblicke und stellte sich danach hinter seinen Trainer. „Die Fans sind frustriert, das hat aber 0,0 mit dem Trainer zu tun. Die Fans dürfen sauer sein. Aber das hat mit dem Trainer hier nichts zu tun“, betonte der 20-Jährige bei DAZN. Viel Zeit zum Grübeln bleibt in Köln derweil nicht: Am Dienstag empfängt der FC Union Berlin im DFB-Pokal (20.45 Uhr), am Sonntag folgt das Ligaduell in Köpenick (15.30 Uhr).