„Uralt“: 54-jährige Eskau startet in neunte Paralympics
Mit 54 Jahren startet Andrea Eskau in ihre neunten Paralympischen Spiele. Sie erklärt, was für sie wichtiger ist als der Vergleich mit den jüngeren Konkurrentinnen.
Andrea Eskau möchte ihre neunten Spiele genießen.Martin Schutt/dpa
© Martin Schutt/dpa
Mit 54 Jahren und der Erfahrung aus acht Paralympics-Goldmedaillen geht Andrea Eskau gelassen in ihre neunten Spiele. „Ich bin uralt verglichen mit allen anderen“, sagte Eskau der dpa vor dem ersten Biathlon-Wettbewerb an diesem Samstag (10.00 Uhr/ZDF Livestream). „Die Nächstjüngere in meiner Division ist 20 Jahre jünger. Das ist in Ordnung, dass die besser sind. Die ein oder andere hinter mir zu lassen, habe ich aber auf jeden Fall als Ziel.“
Die querschnittsgelähmte Sportlerin möchte an allen Einzelwettbewerben teilnehmen – jeweils drei im Biathlon und im Langlauf. „Ich bin vor allem noch einmal hier, um tolle Paralympics zu erleben“, betont Eskau, die bei Sommer- und Winterspielen jeweils viermal Gold in Handbike, Para Skilanglauf und Biathlon gewonnen hat. „Ich mag Italien super gern. Wir hatten viele Trainingslager hier. Ich freue mich auch auf Angehörige und Freunde.“
Eskau gibt Erfahrung weiter – Wicker hat Medaillenchancen
Aber auch ihre gesammelten Erfahrungen möchte Eskau weitergeben. So wollte sie bei der Teamsitzung am Abend vor dem Start der Wettbewerbe einige Worte an die deutschen Sportlerinnen und Sportler richten, verriet sie. „Für einige ist es das erste Mal. Das ist schon beeindruckend. Da wird der eine oder andere mächtig schlucken. Ich kann nur sagen, was ich erfahren habe in all den Jahren und vielleicht können sie etwas mitnehmen“, erklärte Eskau.
Während für Eskau vor allem das Erlebnis im Vordergrund steht, geht ihre Teamkollegin Anja Wicker in der sitzenden Klasse als eine der Favoritinnen auf eine Medaille in ihre vierten Winterspiele.
Die 54-Jährige möchte in sechs Wettbewerben an den Start gehen. Martin Schutt/dpa
© Martin Schutt/dpa