Fussball

Tod von Fußballer: Nantes muss Cardiff nicht entschädigen

Nach dem Tod von Emiliano Sala muss der FC Nantes keine Entschädigung an Cardiff City zahlen. Ein Gericht sieht kein Verschulden des französischen Clubs am Flugzeugabsturz 2019.

30.03.2026

Nach dem tragischen Tod des Fußballers Emiliano Sala muss der FC Nantes keine Entschädigung an den walisischen Club Cardiff zahlen (Archivbild).Thibalut Camus/AP/dpa

Nach dem tragischen Tod des Fußballers Emiliano Sala muss der FC Nantes keine Entschädigung an den walisischen Club Cardiff zahlen (Archivbild).Thibalut Camus/AP/dpa

© Thibalut Camus/AP/dpa

Sieben Jahre nach dem Tod des argentinischen Fußball-Profis Emiliano Sala bei einem Flugzeugabsturz über dem Ärmelkanal hat ein Gericht die Entschädigungsklage des Zweitligisten Cardiff City gegen den französischen Verein FC Nantes abgewiesen. Das Handelsgericht im westfranzösischen Nantes entschied, dass den französischen Erstligisten in Bezug auf den Absturz des Sportflugzeugs kein Verschulden treffe. Es urteilte außerdem, dass Nantes einen immateriellen Schaden erlitten habe und verurteilte Cardiff zur Zahlung von 480.000 Euro.

Sala wollte mehr Zeit zum Abschiednehmen haben

Cardiff hatte 2023 das Gericht in Nantes angerufen, um rund 120 Millionen Euro für Einkommensverluste zu fordern, die dem Club seiner Meinung nach durch den Tod des Spielers entstanden waren, der gerade von Nantes nach Cardiff gewechselt war. Der zum Unglückszeitpunkt 28 Jahre alte Spieler starb am 21. Januar 2019 beim Absturz des Sportflugzeugs, das ihn zum ersten Training mit seinem neuen Club ins walisische Cardiff bringen sollte. Er hatte sich für den Charterflug entschieden, um mehr Zeit zum Abschiednehmen von Spielerkollegen und Freunden zu haben.

Der Pilot der Unglücksmaschine soll weder eine Lizenz für kommerzielle Flüge noch für Nachtflüge gehabt haben und sich nach einem vom britischen Sender BBC veröffentlichtem Telefonat technischer Mängel an dem Flugzeug bewusst gewesen sein. Der Geschäftsmann, der den Flug mit der einmotorigen Maschine organisiert hatte, wurde deshalb bereits zu einer 18-monatigen Haftstrafe wegen Gefährdung der Sicherheit eines Flugzeugs verurteilt.