Spaniens Liga-Chef kritisiert Infantino: „Erbärmlich“
Der Streit um den Führungsstil von Gianni Infantino verschärft sich. Aus Spanien, der Heimat des neuen Weltmeisters, kommen scharfe Angriffe auf FIFA-Präsidenten.
Infantino steht in der Kritik. (Archivbild)Jacquelyn Martin/AP/dpa
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Neue Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino: Der Chef der spanischen Profiliga, Javier Tebas, hat den Boss des Fußball-Weltverbandes nach dessen Zurückweisung von Kritik an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko scharf angegriffen. Tebas bezeichnete die jüngsten Aussagen Infantinos als „erbärmlich“ und forderte mehr Transparenz beim Weltverband.
Infantino hatte zuvor erklärt, viele Kritiker hätten die WM verpasst, weil sie von Hass erfüllt gewesen seien. „Unsere Welt braucht Liebe, keinen Hass. Toleranz, keine Spaltung“, schrieb er. Via Instagram sprach der Schweizer von der „herausragendsten FIFA-Weltmeisterschaft“ und warb für den Fußball als Symbol für Einheit und Zusammenhalt.
Tebas forderte Infantinos Rücktritt
Tebas entgegnete auf der Plattform X, niemand bestreite, dass Fußball Menschen verbinde und Emotionen wecke. „Aber Transparenz, eine gute Führung und Rechenschaftspflicht sind niemals Hass, sondern eine Verpflichtung“, schrieb der LaLiga-Chef. Starke Institutionen würden diejenigen, die berechtigte Fragen stellten, nicht diskreditieren, sondern Antworten geben.
Zugleich stellte Tebas die Frage, warum Infantino gerade jetzt einen derart defensiven Ton anschlage. „Geschieht etwas, das wir nicht wissen?“, schrieb er und spielte damit auf mögliche Gründe für die scharfe Reaktion des FIFA-Präsidenten an. Schon zuletzt hatte Tebas in einem Interview geäußert, dass Infantino aus seiner Sicht zurücktreten solle, weil dieser den Fußball zerstöre.
Tebas fordert von Infantino mehr Transparenz. (Archivbild)Christian Charisius/dpa
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