Söderholm nach Aus: „Sollte ein bisschen weh tun“

Von Aufgezeichnet von Carsten Lappe, dpa

dpa Bratislava. Nach dem Viertelfinal-Aus bei der Eishockey-WM überwiegt beim deutschen Team die Enttäuschung. Dennoch ist der Neuanfang mit dem neuen Bundestrainer Toni Söderholm geglückt. Der Finne ist „stolz“ auf seine Spieler.

Söderholm nach Aus: „Sollte ein bisschen weh tun“

Mit dem 1:5 (0:0, 1:1, 0:4) gegen Tschechien endete im Viertelfinale die erste Eishockey-WM für Toni Söderholm als deutscher Bundestrainer.

Im Anschluss sprach der Nachfolger von Marco Sturm im slowakischen Bratislava über seine Erkenntnisse bei dem Turnier, bei dem mit fünf Siegen in sieben Spielen die beste Vorrunde überhaupt gelungen war.

Söderholm über das Spiel gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien: „Es hat nicht viel gefehlt. Wir waren über 40 Minuten genau in dem Spielplan, den wir wollten, und haben uns ein paar gute Torchancen kreiert. Dann haben wir ein bisschen Pech gehabt. Ein guter Gegner nutzt das aus. Ich hatte auch in der zweiten Drittelpause das Gefühl, dass bei uns noch mehr kommt. Es hat nicht geklappt.“

Söderholm über die Enttäuschung der Spieler: „Die Jungs haben es als eine verpasste Möglichkeit gesehen. Deswegen glaube ich, dass es für die Spieler ein bisschen schmerzhaft sein wird. Es sollte auch ein bisschen weh tun, damit sie motiviert sind für die Zukunft.“

Söderholm über sein Fazit: „Ich bin unheimlich stolz auf die Spieler. Mein Gefühl ist, dass wir eine ziemlich gute Spur gefunden haben: Wir haben einen ersten Grundstein gelegt. Wie sich die Jungs über die zwei Wochen noch entwickeln können, hat mich überzeugt. Die Jungs sind lernfähig und motiviert. Und sie sind auch absolute Gentlemen auch neben dem Eis, und das ist für mich auch wichtig.“

Söderholm über die Tor-Abschlüsse: „Ich glaube, wenn man das ganze Turnier anschaut, ist das offensive Spiel ein Teil, den wir verbessern müssen. Von der Struktur her und auch von der Aggressivität. Wir haben nicht so viele Schüsse aufs Tor gehabt in mehreren Spielen.“

Söderholm über das 18 Jahre alte Verteidiger-Toptalent Moritz Seider: „Seine Zukunft wird sehr gut, da bin ich mir ziemlich sicher. Es ist sehr unglücklich, dass er diesen Check bekommen hat, was sehr respektlos war. So wie er heute wieder reingekommen ist und so gespielt hat, wie er gespielt hat, kann man ihn nur loben.“

Söderholm über seine WM-Premiere als Bundestrainer: „Es war eine absolut überragende Zeit. Es ist mir eine Ehre, mit diesen Spielern arbeiten zu dürfen. Es hat echt Spaß gemacht.“