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Schwimm-Olympiasieger Märtens äußert sich zu Russen-Comeback

In der vergangenen Woche sorgte eine Mitteilung des Schwimm-Weltverbands für Aufsehen. Nun wird ein deutscher Olympiasieger darauf angesprochen.

21.04.2026

Lukas Märtens findet die Bewertung der Weltverbandsentscheidung zu Russland schwierig. (Archivbild)Christoph Soeder/dpa

Lukas Märtens findet die Bewertung der Weltverbandsentscheidung zu Russland schwierig. (Archivbild)Christoph Soeder/dpa

© Christoph Soeder/dpa

Schwimm-Olympiasieger Lukas Märtens hat gewisses Verständnis für die Rückkehr russischer und belarussischer Sportler zu internationalen Wettkämpfen gezeigt. „Für mich ist es immer wichtig, dass die Leute, die einfach politisch nichts mit dem Thema zu tun haben, mit dem Krieg, trotzdem noch ihre Chance bekommen, zu schwimmen“, sagte der 24-Jährige bei einer Pressekonferenz des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV).

Der Olympiasieger und Weltrekordhalter über 400 Meter Freistil ergänzte mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Lage: „Ich finde, wenn man da jetzt alle Athleten wirklich immer sperrt, wo die Länder in irgendwelche Kriege verwickelt sind, dann wird’s irgendwann sehr dünn werden.“ Gerade seien „ja gerade noch andere Sachen im Gange“.

Märtens: „Es ist ein schwieriges Thema“

Märtens erklärte zudem: „Wenn wir so weitermachen, werden wir irgendwann vielleicht mit vier Ländern da aufkreuzen. Das wollen wir auch nicht. Das ist auch kein Sport mehr, finde ich.“

Der Magdeburger hob allerdings auch hervor, wie kompliziert die Bewertung sei. „Es ist ein schwieriges Thema, mit dem ich mich vielleicht zu gegebener Zeit nochmal richtig befasse oder mich persönlich da schlaumache, was für mich die richtige Entscheidung letztendlich wäre“, sagte er. „Aber man kann das nicht auf Dauer machen, finde ich.“

Russen und Belarussen zuletzt unter neutraler Flagge dabei

Nach einer Entscheidung des Weltverbandes World Aquatics dürfen russische und belarussische Schwimmer trotz des andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder offiziell für ihr Land an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Entsprechende Flaggen, nationale Symbole auf der Sportkleidung und die Hymnen sind wieder erlaubt.

Bei Athletinnen und Athleten im Juniorenbereich war dies bereits zuvor so. Nun gilt die Regelung auch für Erwachsene. Schon bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in Singapur waren einige russische und belarussische Sportler, die eine bestimmte Zulassungsprozedur durchlaufen hatten, wieder dabei gewesen. Sie mussten allerdings unter neutraler Flagge starten.