Schwartz will Münster mit Feuerwehrmann-Mentalität retten
Preußen Münster setzt im Kampf gegen den Abstieg auf Alois Schwartz. Der 58-Jährige sieht sich bewusst als „Feuerwehrmann“ und will den Klassenerhalt ohne „Kettensäge oder Axt“.
Alois Schwartz will mit Preußen Münster den Klassenerhalt schaffen. (Archivbild) Swen Pförtner/dpa
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Preußen Münster neuer Trainer Alois Schwartz sieht sich durchaus auch als „Feuerwehrmann“, um mit dem Fußball-Zweitligisten den Klassenerhalt zu schaffen. „Es ist ja nichts Schlechtes, Feuerwehrmann zu sein. Letztendlich hat man, wenn man diesen Stempel mitbekommt, schon bewiesen, dass man es auch schon geschafft hat“, sagte Schwartz bei seiner Vorstellung. „Ich habe mich da auch selbstbewusst für diese Situation so entschieden.“
Der 58-Jährige tritt die Nachfolge die vergangene Woche freigestellten Alexander Ende an und erhält zumindest vorerst einen Vertrag bis zum Saisonende. „Wir haben darüber gesprochen und gesagt, wir machen diese sieben Spiele und da lernen wir uns kennen. Wir hoffen, dass wir es über die Ziellinie drüber schaffen und dann können wir noch mal sprechen“, sagte der neue Coach. „Ich bin überzeugt, dass wir das gemeinsam schaffen können.“
„Nicht mit Kettensäge oder Axt“
Schwartz trainierte zuvor unter anderem den 1. FC Nürnberg, den Karlsruher SC, den SV Sandhausen, Hansa Rostock und zuletzt den 1. FC Saarbrücken. Die Einigung mit Münster ging schnell: „Innerhalb von 24 Stunden hat sich alles erledigt. Wir sind ein bisschen den Kader und die Situation durchgegangen und haben uns dann geeinigt“, berichtete er. Unterstützt wird er von U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling und Interimscoach Janis Hohenhöve als Co-Trainer.
Zunächst wolle er das Team kennenlernen. „Ich werde mit Sicherheit nicht mit einer Kettensäge oder einer Axt reingehen und alles durcheinanderbringen“, sagte er. Es gelte, wieder Selbstvertrauen und Leichtigkeit in die Köpfe der Spieler zu bringen. „Die Tabelle ist das Arbeitszeugnis der Mannschaft und das ist gerade nicht gut. Das wollen wir umdrehen.“ Als Tabellenletzter liegt Münster mit 26 Punkten zwei Zähler hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz.
Schwartz bringt Erfahrung und Führungsstärke mit
Der Verein sieht in Schwartz die passende Wahl. „Wir sind davon überzeugt, dass es die beste Lösung für die aktuelle Situation und die anstehende Herausforderung ist“, sagte Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation. Schwartz bringe nicht nur Führungsstärke und Erfahrung mit, sondern passe auch als Mensch gut zur Vereinskultur. „Wir haben alle Optionen ausgelotet und sind sehr froh, dass das jetzt mit Alois geklappt hat“, so Kittner.