Schwanger im Spitzensport: Neue Zuschüsse für Athletinnen
Sportliche Höchstleistung – und trotzdem Zeit fürs Kind? Mit erweiterter Förderung für schwangere Athletinnen und werdende Eltern will die Sporthilfe neue Wege für Familien im Spitzensport öffnen.
Schwangere und Eltern sollen künftig besser gefördert werden. Laut Ex-Rennrodlerin Dajana Eitberger ist das ein wichtiger Schritt für werdende Mütter im Leistungssport. (Archivbild)Rick Bowmer/AP/dpa
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Pünktlich zum Muttertag gibt es von der Stiftung Deutsche Sporthilfe ein Geschenk an die sportlichsten Mütter Deutschlands: Die Förderung für schwangere Athletinnen sowie Spitzensportlerinnen und Spitzensportler mit Kindern wird gezielt ausgebaut. Wie die Sporthilfe mitteilte, werden sowohl das Förderprogramm „#comebackstronger“ für werdende Mütter als auch die finanzielle Unterstützung zur Kinderbetreuung erweitert.
Förderung auch bei der Kinderbetreuung
Mit dem „#comebackstronger“-Förderprogramm unterstützt die Sporthilfe bereits Athletinnen und Athleten mit Potenzial, die etwa aufgrund schwerer Verletzungen, Krankheiten, psychischer Belastungen oder einer Schwangerschaft vorübergehend keine entsprechenden Leistungsnachweise erbringen können.
Mit der erweiterten Förderung werden nun auch die Leistungen für schwangere Athletinnen angepasst: Die monatliche Unterstützung orientiert sich künftig stärker an der bisherigen Förder-Einstufung durch die Sporthilfe. Zudem wird erstmals ein eigener Förderbaustein zur Kinderbetreuung eingeführt.
Mütter und Väter im Spitzensport können Zuschüsse erhalten, um ihre Karriere auch nach der Familiengründung fortsetzen zu können. Unterstützt werden unter anderem Reise- und Übernachtungskosten für Kinder bis drei Jahre sowie für eine betreuende Person bei Wettkämpfen oder offiziellen Lehrgängen.
Sportliche Höchstleistung und Familie müsse sich nicht ausschließen
„Unser Anspruch ist es, Athletinnen und Athleten in allen Lebensphasen bestmöglich zu unterstützen. Dazu gehört auch, auf veränderte Lebensrealitäten einzugehen“, sagte Karin Orgeldinger, im Vorstand der Sporthilfe für die Athletenförderung zuständig.
Die frühere Rennrodlerin und Olympiasiegerin Dajana Eitberger begrüßte die Maßnahmen. Die verbesserten Fördermöglichkeiten gäben werdenden Müttern und Eltern im Spitzensport mehr Sicherheit und erleichterten die Vereinbarkeit von Leistungssport und Familie. „Das ist großartig! Denn damit wird es einfacher, den eigenen Weg im Leistungssport auch mit Kind weiterzugehen.“