Neue Gewaltwelle? Spiel von Paris Saint-Germain verschoben
Erneute Demonstrationen und befürchtete Ausschreitungen sorgen in Frankreich für weitreichende Sicherheitsmaßnahmen. Auch der Fußball ist betroffen.
In Paris kam es vergangene Woche wie in anderen Städten zu schweren Ausschreitungen. (Archivbild)Julien Mattia/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa
© Julien Mattia/Le Pictorium via ZUMA Press/dpa
Aufgrund der neuen landesweiten Demonstrationen und befürchteten Ausschreitungen an diesem Samstag ist das Fußballspiel zwischen dem französischen Meister Paris Saint-Germain und Olympique Lyon verschoben worden.
Das ursprünglich für Sonntag (20.45 Uhr) im Pariser Parc des Princes geplante Duell soll nun einen Tag später, am kommenden Montag (20.30 Uhr), stattfinden, wie PSG und die Ligue de Football Professionnel (LFP) mitteilten. Grund ist eine Verfügung der Polizeipräfektur, die die Austragung der Begegnung am Sonntag untersagt hatte.
La Ligue de Football professionnel a pris acte de l’arrêté de la Préfecture de Police interdisant l’organisation de la rencontre Paris Saint-Germain - Olympique Lyonnais
— Paris Saint-Germain (@PSG_inside) October 23, 2026
Par conséquent, nous vous informons que la rencontre entre les deux clubs, initialement prévue ce dimanche… pic.twitter.com/zTiOJklZB2
70.000 Polizisten am Samstag im Einsatz
Frankreich wappnet sich mit einem massiven Polizeiaufgebot für die erneuten Demonstrationen, bei denen wie am vergangenen Samstag schwere Krawalle befürchtet werden. Innenminister Laurent Nuñez kündigte den Einsatz von insgesamt 70.000 Polizisten und Gendarmen im öffentlichen Raum und ein hartes Durchgreifen an. Auch Spezialkräfte würden mobilisiert.
Die Schülerdemonstrationen mündeten am vergangenen Samstag in breitere Proteste auch gegen eine zu geringe Kaufkraft, wobei es in Paris und anderen Städten zu schweren Ausschreitungen kam. Dabei wurden Geschäfte geplündert, Gebäude und Autos in Brand gesetzt. Polizisten wurden angegriffen und verletzt. Vor den für diesen Samstag geplanten erneuten Demonstrationen ordnete die Regierung zahlreiche Beschränkungen an, um erneute Gewalt zu verhindern.