Nach Super-League-Aus: Real Madrid holt deutschen Manager
Vor einigen Monaten war die Super League endgültig vom Tisch. Als letzter Club gab Real Madrid auf. Nun verpflichtet der spanische Rekordmeister das deutsche Gesicht des umstrittenen Projekts.
Der deutsche Sport-Manager Bernd Reichart wechselt zu Real Madrid. (Archivbild)Sebastian Gollnow/dpa
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Nach dem Aus für die Super League wechselt der deutsche Manager des umstrittenen Projekts zu Real Madrid. Bernd Reichart, bisheriger Geschäftsführer des Sportprojektentwicklers A22, wird beim spanischen Fußball-Rekordmeister nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Posten als Vorstand operative Geschäftsführung übernehmen. Zuvor hatten AS und Marca darüber berichtet.
Reichart hatte die Bemühungen für einen Konkurrenzwettbewerb zur Champions League von der Europäischen Fußball-Union UEFA als öffentliches Gesicht des Projekts vorangetrieben. Vor gut fünf Jahren hatte der Vorstoß zur Super League, die in einem geschlossenen System ohne sportliche Qualifikation spielen wollte, für großes Aufsehen gesorgt. Nach heftigen Fan-Protesten sprangen aber mehrere englische Vereine schnell ab.
Endgültiges Aus für Super League im Februar
Mit Reichart an der Spitze der Sportagentur hatten die drei Clubs Real Madrid, FC Barcelona und Juventus Turin im Oktober 2022 einen neuen Anlauf für die Super League genommen. Nach langen Streitigkeiten mit der UEFA war Real Madrid Anfang dieses Jahres als letzter Unterstützer des Projekts verblieben. Im vergangenen Februar hatten der Kontinentalverband und die Königlichen ihre Auseinandersetzung dann beigelegt, die Super League war endgültig vom Tisch. Reichart war von 2019 bis 2021 Chef der Mediengruppe RTL in Deutschland.